Frankfurt  EZB lässt über Aussehen von Euroscheinen abstimmen – um diese Designs geht es

Lorena Dreusicke, AFP User
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Von Lorena Dreusicke, AFP User
| 13.07.2023 19:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bislang ziert fiktive Architektur unsere Geldscheine. Nun gibt es neue Design-Ideen. Foto: IMAGO images/ingimage
Bislang ziert fiktive Architektur unsere Geldscheine. Nun gibt es neue Design-Ideen. Foto: IMAGO images/ingimage
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Die Europäische Zentralbank plant nach gut 20 Jahren eine neue Geldscheinserie. Die EU-Bürger sollen über die Gestaltung entscheiden. Welche Design-Vorschläge es gibt und wo Sie abstimmen können.

Die Europäische Zentralbank (EZB) beteiligt Bürger der Europäischen Union an der Gestaltung der neuen Euro-Banknoten. Dazu startete die EZB eine Online-Umfrage mit verschiedenen Vorschlägen, wie sie am Montag in Frankfurt mitteilte.

Die Befragung zu den neuen Geldscheinen über ein Online-Formular läuft sieben Wochen, bis zum 31. August 2023.

Wer sich an der Abstimmung beteiligen möchte, kann zwischen sieben unterschiedlichen Themen für die neuen Scheine wählen:

Ein kurzer Text erklärt jeweils den Grundgedanken hinter dem Design. Dann können Sie die Idee bewerten in einer Skala von „gefällt mir sehr gut“ bis „gefällt mir gar nicht“. Im Anschluss werden Sie gefragt, was genau Ihnen gut oder nicht an der Idee gefällt. Sie können mehrere der vorgegebenen Antworten anhaken. Nach den Designfragen werden noch Ihre biografischen Angaben abgefragt – sowie die Frage, wie häufig Sie bei Einkäufen in Geschäften mit Bargeld bezahlen.

EZB-Chefin Lagarde selbst hatte im vergangenen Jahr gesagt, sie könne sich "sehr gut vorstellen, auf den Banknoten Gesichter berühmter Europäer zu zeigen: Leonardo da Vinci, Ludwig van Beethoven oder James Joyce".

Die EZB lässt gleichzeitig über ein Forschungsinstitut einer repräsentativen Gruppe dieselben Fragen stellen wie in der Online-Umfrage. Die Ergebnisse der Themenauswahl sollen 2024 veröffentlicht werden.

Anschließend soll ein Designwettbewerb folgen, bevor die Bürger in Europa ein weiteres Mal nach ihrer Meinung gefragt werden. Die Entscheidung, wie die zukünftigen Scheine aussehen und wann sie produziert werden können, soll laut EZB-Angaben dann im Jahr 2026 fallen.

Die EZB erhofft sich nach der Verschönerung eine höhere Identifizierung, insbesondere jüngerer Europäer mit ihrer Währung. Das ursprüngliche Design besteht vordergründig aus symbolischen Darstellungen europäischer Architektur – auch um politische Spannungen zu verhindern und nationalen Rivalitäten vorzubeugen.

Die neuen Notenbanken werden ebenfalls nötig, um Fälschungen zu verhindern. Außerdem sollen die Geldscheine umweltfreundlicher werden, wie die EZB ausführte. "Wir halten am Bargeld und an der Prämisse fest, dass immer mit Zentralbankgeld bezahlt werden kann", erklärte EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta dazu.

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