Neumünster/Lübeck  Zu gefährlich für JVA Neumünster: Ibrahim A. kommt in Lübecker Hochsicherheitstrakt

Eckard Gehm
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Von Eckard Gehm
| 13.07.2023 19:50 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Ibrahim A. ist wegen der tödlichen Messerstiche im Regionalexpress in Brokstedt angeklagt. Nun wird er in die Lübecker JVA gebracht. Foto: Christian Charisius
Ibrahim A. ist wegen der tödlichen Messerstiche im Regionalexpress in Brokstedt angeklagt. Nun wird er in die Lübecker JVA gebracht. Foto: Christian Charisius
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Der wegen der Bluttat von Brokstedt angeklagte Ibrahim A. ist nach einer Gefährlichkeitseinstufung in die Lübecker Justizvollzugsanstalt verlegt worden. Grund ist offenbar das Feuer, das er in seiner Zelle gelegt hatte.

Der mutmaßliche Messerangreifer von Brokstedt, Ibrahim A., ist in die Sicherheitsabteilung der Lübecker Justizvollzugsanstalt verlegt worden. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf das Kieler Justizministerium. Anlass sei eine „aktuelle Gefährlichkeitseinstufung“. Ibrahim A. (34) hatte Ende Januar in einem Regionalzug zwei Teenager erstochen und fünf weitere Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt.

In der Untersuchungshaft in der JVA Neumünster hatte Ibrahim A. nicht nur Bedienstete bedroht, sondern im Juni Feuer in seiner Zelle gelegt. Der Wechsel der Haftanstalt soll als unmittelbare Reaktion auf diesen Vorfall erfolgt sein.

Alles zum Fall Brokstedt lesen Sie hier.

Vergangene Woche hat vor dem Itzehoer Landgericht der Prozess gegen den Flüchtling aus Gaza begonnen. Er habe aus Frust und Verärgerung über seine persönliche Situation gehandelt, heißt es in der Anklage der Staatsanwaltschaft, die ihm zweifachen Mord und vierfachen versuchten Mord vorwirft. Ibrahim A. sagte, er sei unschuldig. Die Vorwürfe stimmten nicht. Sein Rechtsanwalt erklärte, sein Mandant sei besser in der Psychiatrie aufgehoben.

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