Hollywood  Hollywood-Schauspieler gehen in den Streik: Stillstand in der Filmbranche steht bevor

Patrick Kern, AFP User
|
Von Patrick Kern, AFP User
| 13.07.2023 21:48 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Mitglieder der Schauspieler-Gewerkschaft SAG-AFTRA streiken. Foto: imago images/UPI Photo
Mitglieder der Schauspieler-Gewerkschaft SAG-AFTRA streiken. Foto: imago images/UPI Photo
Artikel teilen:

Nach gescheiterten Verhandlungen für höhere Gagen kommt es nun tatsächlich zum großen Schauspieler-Streik in Hollywood. Das dürfte auch große Auswirkungen auf geplante Kinofilme und Serien haben.

Die Schauspieler Hollywoods treten nach gescheiterten Verhandlungen mit den großen US-Filmstudios in den Streik. Der Vorstand der Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild (SAG-AFTRA) stimmte am Donnerstag einstimmig für eine Arbeitsniederlegung, wie Verhandlungsführer Duncan Crabtree-Ireland in Los Angeles sagte. Der Streik soll in der Nacht auf Freitag um Mitternacht beginnen.

Weil seit Wochen auch die US-Drehbuchautoren streiken, erlebt Hollywood damit erstmals seit mehr als 60 Jahren einen Doppelstreik, der die US-Film- und Fernsehindustrie zum Stillstand bringen dürfte. Die Screen Actors Guild, die rund 160.000 Schauspielerinnen und Schauspieler vertritt, forderte höhere Gagen sowie Zusicherungen zum künftigen Umgang mit Künstlicher Intelligenz.

Zuletzt hatten die US-Schauspieler 1980 gestreikt. Damals dauerte der Streik mehr als drei Monate. Den letzten Doppelstreik von Schauspielern und Drehbuchautoren hatte es 1960 gegeben.

Wie ernst die Schauspieler das meinen, wurde bei der Premiere des Films „Oppenheimer“ in Großbritannien deutlich. Viele bekannte Darsteller des Films, darunter Cillian Murphy, Robert Downey Jr., Matt Damon, Florence Pugh und Emily Blunt, waren für die Vorstellung vor Ort – doch verließen zur Unterstützung des Streiks den Kinosaal nach kurzer Zeit. Das teilte Regisseur Christopher Nolan mit.

„Ihr habt sie vorhin noch auf dem roten Teppich gesehen“, sagte Nolan. Nun würden sie sich auf den Weg machen, Schilder für den Streik zu schreiben und sich dem „Kampf für gerechte Löhne für arbeitende Gewerkschaftsmitglieder“ anzuschließen.

Ähnliche Artikel