Finaltag beim Sariscup  Lob für Holtland, 0:6-Pleite für Firrel und ein verletzter Schiri

| | 17.07.2023 22:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Torhüter Jörn Jacobs (links) stand den Angreifern des Oberliga-Aufsteigers SV Meppen II immer wieder im Wege und verhinderte ein höheres Endspiel-Resultat. Fotos: Doden
Torhüter Jörn Jacobs (links) stand den Angreifern des Oberliga-Aufsteigers SV Meppen II immer wieder im Wege und verhinderte ein höheres Endspiel-Resultat. Fotos: Doden
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Oberligist SV Meppen II gewann den Sariscup durch einen 3:0-Finalsieg über den SV Holtland. Ein SVH-Akteur überragte. Im Spiel um Platz drei kassierte Firrel eine bittere Pleite.

Holtland - Der Finaltag beim Saris-Cup bot den Zuschauern auf der Anlage des SV Holtland keinen einzigen ostfriesischen Treffer. Immerhin zog sich der gastgebende SVH, der überraschend das Finale erreicht hatte, gegen den Oberliga-Aufsteiger SV Meppen II am Montagabend im Endspiel achtbar aus der Affäre. Eine 0:3-Niederlage konnten die Gastgeber allerdings nicht verhindern. „Trotzdem haben wir eine überragende kämpferische Leistung geboten“, lobte in Abwesenheit von Trainer Stefan Marx sein Vertreter Matthias Jahn das Gastgeber-Team. GW Firrel verdiente sich im Spiel um Platz drei gegen den Landesliga-Gefährten SV Wilhelmshaven hingegen kein Lob. Es setzte eine 0:6-Schlappe.

SV Holtland – SV Meppen II 0:3

Die Gastgeber zeigten vor 300 Zuschauern eine kämpferisch eindrucksvolle Leistung. Sie machten die Räume eng, so dass der zwei Klassen höhere Gegner Probleme hatte, sein Kombinationsspiel aufzuziehen. Das 0:1 glückte Joshua Simoneit per Freistoß aus 18 Metern in der 6. Minute. Bis zur Pause sprangen nur wenige Chancen für den Favoriten heraus. Wenn es einmal gefährlich wurde, zeigte sich SVH-Torhüter Jörn Jacobs auf dem Posten.

Spielleiter Kai Steffens (links) zog sich eine Zerrung zu. Er nahm sein Pech mit Humor und wechselte danach an die Linie.
Spielleiter Kai Steffens (links) zog sich eine Zerrung zu. Er nahm sein Pech mit Humor und wechselte danach an die Linie.

In der Pause musste dann der Schiedsrichter ausgewechselt werden. Der souveräne Landesliga-Spielleiter Kai Steffens (Esens) zog sich unmittelbar vor der Halbzeit eine Zerrung zu. So tauschte er nach dem Wechsel den Platz mit seinem Assistenten Kristian van Vügt (Veenhusen), der ebenfalls überzeugte.

Torwart Jacobs überragte

Am Spielverlauf änderte sich im zweiten Durchgang wenig. Holtland war überwiegend mit Abwehraufgaben beschäftigt. Das vorentscheidende 0:2 fiel bereits in der 51. Minute. Zunächst wehrte Torwart Jacobs einen Schuss von Daniel Behnke ab, doch Mirco Husmann bugsierte den Abpraller über die Linie. Die Gastgeber kämpften unverdrossen weiter und ernteten mehrfach den Applaus des Publikums.

Bester Holtlander Akteur des Abends war aber Jörn Jacobs. Er verhinderte mit mehreren Glanzparaden lange Zeit weitere Treffer, ehe Gerrit Ideler in der 75. Minute für den 0:3-Endstand sorgte.

Tore: 0:1 Simoneit (6.), 0:2 Husmann (51.), 0:3 Ideler (75.).

SV Wilhelmshaven – GW Firrel 6:0

Die dunklen Wolken, die in der ersten Halbzeit über die Anlage zogen, waren symptomatisch für den Auftritt der Grün-Weißen. Der ostfriesische Landesligist erwischte einen schwarzen Tag.

Der SV Wilhelmshaven (rote Trikots) trumpfte vor 300 Zuschauern gegen Firrel (links Sebastian Bloem) groß auf.
Der SV Wilhelmshaven (rote Trikots) trumpfte vor 300 Zuschauern gegen Firrel (links Sebastian Bloem) groß auf.

Mit zwei schnellen Toren schaffte der SVW die frühe Vorentscheidung. Es verfinsterten sich nicht nur die Firreler Mienen, sondern auch der Himmel über Holtland. Blitz und Donner rückten näher, so dass sich der Unparteiische mit den Vereinen darauf einigte, schon nach 30 Minuten zur Halbzeit zu pfeifen.

SVW zeigte Klasse

In der zweiten Hälfte wurden noch einmal 50 Minuten drangehängt. Auch die Unterbrechung half den Firrelern wenig. Der SVW fand im zweiten Abschnitt sofort wieder zu seinem Rhythmus, zumal die Grün-Weißen per Eigentor durch Jan Grotlüschen den dritten Treffer erzielten. Der Firreler Unglücksrabe sah später auch noch die Gelb-Rote Karte. Am Ende ließ der SV Wilhelmshaven noch drei Tore folgen und bewies eindrucksvoll, dass die Mannschaft zu den Favoriten der neuen Landesliga-Saison zu zählen ist.

Firrels Co-Trainer Dennis van Harten sprach dem Sieger ein Kompliment aus: „Wilhelmshaven hat viel Tempo und Dynamik entwickelt. Im Angriff war die Mannschaft zudem brandgefährlich.“ Vom eigenen Team war van Harten enttäuscht. „Bis auf die Viertelstunde nach der Pause haben wir zu wenig Gegenwehr gezeigt.“

Tore: 1:0 Riester (6.), 2:0 Zulic (10.), 3:0 Eigentor J. Grotlüschen (38.), 4:0 Wego (50.), 5:0 Wilken (54.), 6:0 Wilken (65.).

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