Acht Neuzugänge So will der TuS Esens in der Landesliga bestehen
Der Aufsteiger geht mit einem verjüngten Kader in die Sechstklassigkeit. Nur vier Spieler kennen die Liga.
Esens - „Schleunigst die Kurve kriegen“ war für den TuS Esens nach der zuvor von Corona beeinträchtigten Saison und der Vorbereitung auf die vergangene Saison vor gut einem Jahr angesagt. Das gelang überzeugend. Mit zehn Punkten Vorsprung sicherten sich die Bärenstädter die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga.
Damit sind dann zumindest mit GW Firrel wieder zwei ostfriesische Mannschaften in der sechsthöchsten Fußball-Liga vertreten. „In 29 Spielen mussten wir nicht einmal die Abwehr verändern. Zudem hatten wir keine schweren Verletzungen in der Mannschaft“, machte Trainer Ralf Backhaus rückblickend als Gründe für den Erfolg aus. Das nebenbei die Abwehrformation erfolgreich auf die Dreier-Kette umgestellt wurde, war ein weiterer Aspekt. „Ich bin uneingeschränkt zufrieden“, lautete das Saisonfazit von Backhaus.
Veränderungen im Kader
Acht neue Spieler sollen zur neuen Saison in die Mannschaft integriert werden. Neben Fred Ocloo (TuS Middels) und Robin Sikma (BSC Burhafe), die bereits seit einigen Jahren im Herren-Bereich aktiv sind, haben Gabriel Bamezon (Kickers Emden), Ben Smidt (SV Wilhelmshaven) und Tom Claassen (TuS Esens II) nur kurzzeitige Erfahrungen oberhalb des Jugendbereiches sammeln können. Die aber immerhin zum Teil sogar höherklassig in der Regional- und Landesliga. Luca Janssen (TuS Esens) sowie Bjarne Hohn und Isaiah Stainbank (beide FC Rastede) spielten im vergangenen Jahr noch in der A-Jugend ihres Vereins. „Beim Training hinterließen die Neuen einen guten Eindruck“, stellte Trainer Backhaus fest. „Qualitativ sind wir stärker geworden. Mit den Stammspielern des letzten Jahres haben wir eine andere Dynamik in der Mannschaft.“
Das sind die Ziele
2014 spielte der TuS Esens zuletzt in der Landesliga. Aus dem jetzigen Kader waren einzig Manuel Meints und Jannes Havemann schon dabei. Ansonsten haben nur noch die Neuzugänge Smidt und Ocloo Erfahrungen in der Landesliga. Daher ist es für Trainer und die anderen Spieler absolutes Neuland. „Wir probieren unseren Stil mit Kombinationsfußball umzusetzen. Ansonsten wird dort viel mit langen Bällen gespielt, das ist aber nicht unser Spiel“, sagt Backhaus. Bereits am ersten Spieltag trifft der TuS Esens auf GW Firrel. „Ein guter Gradmesser für die Leistungsstärke.“ Drei Wochen später heißt der Gegner SV Wilhelmshaven. Von den übrigen Mannschaften hat Backhaus nur wenige Informationen. „Schön wäre es, wenn wir den Abstand auf die Abstiegsränge von Beginn an halten können.“
Das sagt der Kapitän
Jannes Havemann hat schon mal in der Landesliga gespielt. „Die Situation war 2014 aber anders. Den Aufstieg haben wir damals erst am letzten Spieltag geschafft.“ Da mehrere ältere Spieler danach aufhörten, war die personelle Voraussetzung eine andere. „Wir haben jetzt eine qualitativ bessere Mannschaft“, geht der Schlussmann die Aufgabe zuversichtlich an. Als Kapitän sieht er seine Aufgabe vor allem darin, im Spiel und im Training immer voran zu gehen und 100 Prozent Leistung zu zeigen. „Ich möchte so etwas wie ein Vorbild sein“, so Havemann. „Und vor dem Anpfiff habe ich im Mannschaftskreis den Anspruch, alle anderen Spieler heiß zu machen.“
Die gute Seele im Umfeld der Mannschaft
Heiko Feddermann. „Er ist immer für alle da, fährt den Mannschaftsbus und kennt alle Wege und jeden Schleichweg, wenn wir zu den anderen Sportplätzen fahren,“ lobt Trainer Ralf Backhaus den Mannschaftsbetreuer. „Leider fällt er derzeit noch wegen einer Erkrankung aus.“
Unsere Prognose
„Versuch macht klug.“ Nutzte nach dem letztjährigen Saisonende keine der möglichen Kandidaten aus der Bezirksliga die Aufstiegschance, erhält zur neuen Saison Firrel wieder Unterstützung aus Ostfriesland. Aufgrund der Qualität und Quantität der Esenser Mannschaft sollte der Klassenerhalt möglich sein.