Angriff in Friesoythe  20-Jähriger nach Schlägerei auf Tankstelle verurteilt

Franz-Josef Höffmann
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Von Franz-Josef Höffmann
| 26.07.2023 15:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Amtsgericht in Cloppenburg. Foto: Höffmann
Das Amtsgericht in Cloppenburg. Foto: Höffmann
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Ukrainische und polnische Jugendliche sollen aneinandergeraten sein. Ein 20-Jähriger soll dann gegen den Kopf eines am Boden Liegenden getreten haben. Ein Überwachungsvideo klärte auf.

Cloppenburg/Friesoythe - Wegen gefährlicher Körperverletzung, Trunkenheit im Verkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis hat das Cloppenburger Amtsgericht einen 20-Jährigen aus Friesoythe schuldig gesprochen und gegen den aus der Ukraine stammenden Angeklagten eine Geldauflage von 600 Euro verhängt.

Den Feststellungen zufolge hatte der junge Mann auf einem Tankstellengelände in Friesoythe einen polnischen Jugendlichen zusammengeschlagen und gegen den Kopf des bereits am Boden liegenden Opfers getreten. Der brutalen Tat war ein Treffen zweier Gruppen – bestehend aus jungen Ukrainern und Jugendlichen aus Polen – auf dem Tankstellengelände vorausgegangen.

20-Jähriger bestreitet Körperverletzungen

Zunächst trank man gemeinsam und friedlich miteinander Alkohol. Doch dann kam es zu einem Streit unter den jungen Männern. Worum es genau ging, ist nicht klar. Das Gericht schloss gegenseitige Beleidigungen und Beschimpfungen nicht aus. Plötzlich soll dann der 20-Jährige auf einen polnischen Jugendlichen zugestürmt sein, ihn zu Boden geschlagen und dann mehrmals gegen den Kopf des Jugendlichen getreten haben.

Anschließend war der Friesoyther in sein Auto gestiegen und losgefahren. Der 20-Jährige war betrunken und besitzt keinen Führerschein. Damit beging er weitere Straftaten. Diese weiteren Taten gab der junge Mann zu, die gefährlichen Körperverletzungs-Delikte bestritt er aber. Er habe den polnischen Jugendlichen zwar geschlagen, aber nicht mehr, als dieser schon am Boden lag. Erst recht habe er nicht gegen den Kopf des Opfers getreten.

Videoüberwachung

Tankstellengelände sind stets mit vielen Überwachungskameras ausgestattet. Und so konnte das Gericht aus dem Vollen schöpfen. Auf den Videos waren die brutalen Szenen dann zu sehen. Im Verfahren hatte der polnische Jugendliche, der Opfer des brutalen Angriffs geworden war, erklärt, alles sei gar nicht so schlimm gewesen und der Angeklagte müsse auch gar nicht bestraft werden. Aber das geschah schon von Amts wegen.

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