Hollywood  Streik in Hollywood: US-Drehbuchautoren wollen mit Studios Gespräche aufnehmen

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Von AFP User
| 02.08.2023 22:37 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Protestschild „Writers Guild of America“ in Hollywood. Foto: imago images/Achille Abboud
Ein Protestschild „Writers Guild of America“ in Hollywood. Foto: imago images/Achille Abboud
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Wegen des Drehbuchautoren- und Schauspielerstreiks in Hollywood liegt die Produktion vieler Serien und Filme weiterhin auf Eis. Nun aber kommt es offenbar zum Gespräch zwischen Autoren und den Studios.

Drei Monate dauert der Streik der Drehbuchautoren in Hollywood bereits an, nun könnte es wieder an den Verhandlungstisch gehen. An diesem Freitag will die Gewerkschaft Writers Guild of America (WGA) mit Vertretern der großen Studios und Streaming-Anbietern in Los Angeles zusammentreffen. Verhandlungsführerin Carol Lombardini, Vorsitzende der Film- und Fernsehproduzenten (Alliance of Motion Picture and Television Producers) habe den Gesprächstermin vorgeschlagen, teilte die WGA mit.

Nach erfolglosen Verhandlungen über bessere Arbeitsbedingungen hatten die Drehbuchautoren Anfang Mai den Arbeitskampf begonnen. Die Schreiber fordern unter anderem Gehaltserhöhungen, bessere Arbeitsbedingungen, höhere Zuschüsse für die Kranken- und Altersversorgung und eine Regelung des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI).

Bislang erhalten die Drehbuchautorinnen und -autoren von den Plattformen ein fixes jährliches Gehalt – auch wenn sich Serien wie „Bridgerton“ oder „Stranger Things“ zu weltweiten Erfolgen entwickeln und von hunderten Millionen Zuschauern gesehen werden. Zudem bleiben die Serien oft jahrelang auf den Plattformen. Die Autoren fordern daher eine Überarbeitung der geltenden Regeln für ihre Vergütung.

Seit Mitte Juli streiken auch die Schauspieler der US-Film- und Fernsehbranche. Sie verlangen höhere Gagen sowie Zusicherungen zum künftigen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Der erste Doppelstreik in Hollywood seit sechs Jahrzehnten hatte die Filmproduktion massiv gestört. Nach Medienberichten könnte auch die für den 18. September vorgesehene Verleihung der Emmy-Awards verschoben werden.

Der Arbeitskampf kostet die Unterhaltungsindustrie und die Wirtschaft in Kalifornien mehrere Millionen Dollar pro Tag. Die Screen Actors Guild vertritt rund 160.000 Schauspielerinnen und Schauspieler, unter ihnen auch Stars wie Sean Penn.

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