Wacken  WOA: Warum Wacken-Fans 2024 außerhalb des Festivalgeländes campen wollen

Anna Krohn
|
Von Anna Krohn
| 10.08.2023 16:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Anwohner hatten während des WOA 2023 Ausweichplätze auf den eigenen Grundstücken bereitgestellt und machten es so möglich, dass es von 85.000 Gästen wenigstens knapp 61.000 Besucher tatsächlich aufs Festival schafften. Foto: IMAGO/Dirk Jacobs
Anwohner hatten während des WOA 2023 Ausweichplätze auf den eigenen Grundstücken bereitgestellt und machten es so möglich, dass es von 85.000 Gästen wenigstens knapp 61.000 Besucher tatsächlich aufs Festival schafften. Foto: IMAGO/Dirk Jacobs
Artikel teilen:

Die Karten für Wacken 2024 waren trotz der chaotischen Umstände beim diesjährigen Festival in Rekordzeit ausverkauft. Direkt auf dem WOA campen will so mancher aber künftig lieber nicht mehr: In Wacken und Umgebung gibt es schon jetzt viele Anfragen.

Die Berichte, die auch Tage nach dem Ende des Wacken Open Airs (WOA) 2023 noch in den sozialen Medien gepostet werden, sind teils mehr als rührend. Tausende WOA-Besucher hatten eine beschwerliche, nervenaufreibende, wenn nicht desaströse Anreise zum Festival und auch einen abenteuerlichen Aufenthalt währenddessen.

Und sie wurden im Dorf Wacken wie auch in den Nachbargemeinden so gut umsorgt, dass sich etliche WOA-Fans schon jetzt in der Umgebung des Festivalgeländes nach Übernachtungsmöglichkeiten für nächstes Jahr erkundigen.

Begeistert von der diesjährigen Gastfreundschaft im Kreis Steinburg ist zum Beispiel Metalhead René Kiebel aus Allstedt (Sachsen-Anhalt), der am Dienstag (8. August) auf Facebook einen Beitrag darüber veröffentlichte, wie toll er und seine mitreisenden WOA-Fans in Nutteln bei Wacken aufgenommen worden seien.

Jeden Morgen habe es belegte Brötchen und Kaffee für sie gegeben, „die Mädels waren echt bemüht und sind extrem gastfreundlich gewesen“. Er findet: „Das sind die wahren Helden – vom Veranstalter keinerlei Rückmeldung zu den helfenden Gemeinden.“

Auf Nachfrage unserer Redaktion teilte seine Frau Maria mit: „Wir sind für alles mega dankbar. Uns wurde aber leider schon mitgeteilt, dass es keine Möglichkeit gibt, dort eine dauerhafte Möglichkeit zum Campen während des WOA zu bekommen. Es war nur eine Ausnahme aus der Not heraus.“

Immer mehr Metalheads scheinen wie René und Maria Kiebel so begeistert von den Menschen in und um Wacken zu sein, dass sie sich bereits jetzt darum kümmern, wo sie denn während des WOA 2024 – außer auf den Campgrounds des Festivalgeländes – unterkommen könnten. Hans Jürgen Reinhardt (60), der Wackener ist, teilt als „Hinweis fürs WOA 2024“ nun aktuell mit:

Deshalb weist Reinhardt, der die Internetseite der Gemeinde mit betreut und im Ort schon zahlreiche Projekte und Veranstaltungen mit angeschoben hat, sogar darauf hin: „Auf der Homepage der Gemeinde Wacken gibt es bisher die Rubrik ,Zu Gast in Wacken‘ mit entsprechenden Zimmernachweisen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot aber naturgemäß bei weitem.“

Deshalb wäre es toll, so Reinhardt, „wenn sich also Mitbürger aus dem Raum Wacken vorstellen könnten, Gäste bei sich mit Camper oder Wohnmobil aufzunehmen“. Dann, so sagt er weiter, könnten sich die potenziellen Gastgeber per E-Mail an info@wacken.de melden. Ein entsprechender Kontakt werde dann mit den Gästen hergestellt.

Übrigens hat Metalhead René Kiebel das WOA 2023, obwohl er woanders campierte, bestens gefallen. Er sagt: „Es war ein hammergeiles Wacken Open Air. Stimmung, Musik, alles hammergeil. Das ganze Chaos – egal!“

Ähnliche Artikel