ZDF sendet live Für Ostfriesen beginnt die WM am Samstag um 19.09 Uhr
Der Norder Diskuswerfer Henrik Janssen tritt am Samstag in der Qualifikation an. Er zeigt sich optimistisch, den Endkampf der besten zwölf Werfer zu erreichen.
Budapest/Norden - Am Samstag beginnt die Weltmeisterschaft der Leichtathleten in Budapest. Und gleich zum Auftakt richtet sich der Blick auf einen ostfriesischen Athleten. Für Diskuswerfer Henrik Janssen beginnt die WM nämlich sofort am ersten Tag mit der Qualifikation. Um 19.09 Uhr kämpft der amtierende Deutsche Meister um den Einzug ins Finale, das am Montag um 20.30 Uhr ausgetragen wird.
Die Wettbewerbe am ersten Wettkampftag werden vom ZDF übertragen. Vor dem Live-Publikum will sich der Modellathlet vom Wattenmeer natürlich glänzend in Szene setzen. „Ich bin gut in Form“, zeigt sich der 25-Jährige optimistisch und nennt zugleich sein WM-Ziel: „Ich möchte das Finale erreichen und dort unter die besten Acht kommen.“
66,50 Meter sind gefordert
Allerdings wird es einen harten Kampf um den Sprung in den Medaillen-Wettkampf am Montag geben. Denn die festgelegte Qualifikationsweite ist eine hohe Hürde für alle Athleten. Die internationale Topweite von 66,50 Metern sind für den direkten Sprung in den Endkampf gefordert. Für Janssen steht eine persönliche Bestweite von 66,52 Metern zu Buche. Die Endkampfnorm wird also schwer zu knacken sein.
„Ich gehe davon aus, dass nur drei oder vier Werfer die 66,50 Meter übertreffen werden“, sagt der Norder. Insgesamt zwölf Athleten ziehen ins Finale ein. Die weiteren Plätze würden dann nach der geworfenen Weite in der „Quali‘“ vergeben. Für die Qualifikation wurden die Werfer in zwei Gruppen ausgelost. Henrik Janssen wird in der ersten Gruppe starten und hinterher beim Auftritt der B-Gruppe wohl bangen müssen, ob seine Weite für das große Ziel reicht. „Ich gehe davon aus, dass ich um die 64 Meter werfen muss, um am Montag dabei zu sein.“
Wenig Hoffnung auf Medaille
Wenn alles gut läuft, ist der junge Athlet aus Ostfriesland also am Montag ab 20.30 Uhr beim Kampf um die Medaillen mit dabei. Eine wirkliche Chance auf Edelmetall rechnet er sich aber nicht aus. „Der Medaillen-Bereich wird um die 70 Meter liegen“, sagt er. „So weit bin ich noch nicht. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ich das schaffen werde.“
Während aber für Olympiasieger Daniel Stahl (Schweden) und Weltmeister Kristjan Ceh (Slowenien) nur Gold oder Silber zählen, wäre für Henrik Janssen ein Jahr vor Olympia auch ein achter Platz ein herausragender Erfolg.