Hamburg Nach Otto Waalkes: Auch Sendungen von Harald Schmidt erhalten WDR-Warnhinweis
Der WDR hat kürzlich alte Folgen von Otto Waalkes zurück ins Programm gebracht und diese mit einem Warnhinweis versehen. Der Ostfriesen-Komiker ist jedoch nicht der einzige, den dieses Schicksal trifft.
Anlässlich des 75. Geburtstages von Otto Waalkes entschied der Westdeutsche Rundfunk (WDR), alte Sendungen des Ostfriesen-Komikers aus den 1970er- und 1980er-Jahren wieder in sein Mediathek-Programm zu nehmen. Allerdings wurden diese mit einer Warntafel vor seinen Sendungen versehen, die auf „Passagen, die heute als diskriminierend betrachtet werden“, hinweist.
Nun zeigt sich, dass der WDR nicht nur den einen oder anderen Waalkes-Witz von früher für unangemessen hält. Auch Altsendungen von Entertainer Harald Schmidt haben einen solchen Hinweis erhalten, wie andere Medien übereinstimmend berichteten.
Speziell geht es um die Satire- und Comedy-Sendung „Schmidteinander“, die Harald Schmidt zwischen 1990 und 1994 zusammen mit Herbert Feuerstein moderierte. In 50 Ausgaben wurden Prominente interviewt, Musik gespielt – und natürlich auch Witze gemacht. 1994 wurde Feuerstein, der 2020 im Alter von 83 Jahren verstarb, für die Show sogar mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Der WDR strahlt derzeit ein neunteiliges Best-Of der Show aus.
Die ersten drei Teile, die bislang im WDR ausgestrahlt wurden, sind derzeit nicht mehr in der Mediathek auffindbar. Der vierte Teil der Best-Of-Reihe soll in der Nacht zum Dienstag um 0.45 Uhr im WDR laufen – dann wohl auch mit Warnhinweis.
Schmidt sieht das gelassen. Gegenüber der „Bild“-Zeitung sagte der 66-Jährige: „Weltklasse! Ein echter Schmidteinander-Gag. Nur schade, dass der selige Feuerstein das nicht mehr erlebt hat.“