Vorhaben in Greetsiel  Gemeinde schaltet sich in Diskussion um Seniorenhuus ein

Hannah Weiden
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Von Hannah Weiden
| 21.08.2023 16:38 Uhr | 2 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Dort, wo einst Senioren wohnten, sollen nun Ferienwohnungen entstehen. Oder vielleicht doch nicht? Foto: Wagenaar
Dort, wo einst Senioren wohnten, sollen nun Ferienwohnungen entstehen. Oder vielleicht doch nicht? Foto: Wagenaar
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In dem ehemaligen Seniorenheim sollen Ferienwohnungen entstehen. Das sorgte für Gegenwind. Jetzt will man den Dialog suchen.

Greetsiel - In der Diskussion um die Nutzung des ehemaligen Seniorenhuus‘ in Greetsiel hat sich nun die Gemeinde eingeschaltet und zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung eingeladen. Diese soll nächsten Montag, 28. August, um 18.30 Uhr in der Aula der Ubbo-Emmius-Schule in Greetsiel stattfinden.

Wie Bürgermeisterin Hilke Looden am Montag auf Nachfrage bestätigte, soll die Infoveranstaltung primär dazu dienen, Missverständnisse zu verhindern. „Wir bieten das als Service an, damit auch alle über das Gleiche reden.“ Der Hauptredeanteil werde dabei bei Gunnar Sander liegen. Der Geschäftsführer von IKP-Bauinvest und Sander Pflege ist sowohl Inhaber als auch Betreiber des ehemaligen Seniorenhuus. Im März gab er bekannt, dass das Seniorenhuus seine Pforten nicht mehr für ältere Menschen öffnen wird. Zuvor war nur von einer umfangreichen Sanierung die Rede. Die früheren Bewohner wurden daher bereits im November vergangenen Jahres anderweitig untergebracht. Als Grund für die Planänderung wurden steigende Kosten genannt.

Offen für andere Lösungen

Seitdem befürchteten viele, was ein nun aufgehängtes Plakat ankündigt: Am äußerst attraktiven Standort in direkter Nähe zum Nationalparkhaus sollen 32 Ferienwohnungen unterschiedlicher Größe entstehen. In Greetsiel gibt es deswegen Unmut. Bürger kündigten Protest, eine Kundgebung, Mahnwache oder Ähnliches an. Darauf verständigte man sich vergangene Woche bei einem Treffen im Greetsieler Gemeindehaus.

Gunnar Sander zeigte sich im Anschluss verwundert über den Gegenwind aus Greetsiel: Wie er gegenüber dieser Zeitung betonte, könne von einem konkreten Vorhaben bisher nicht die Rede sein. Angesichts der aufgekommenen Diskussionen wolle er das Gespräch suchen. „Wir müssen jetzt sehen, dass wir mit allen Beteiligten an einen Tisch kommen“, sagte er vergangene Woche. Man sei weiterhin für andere Möglichkeiten offen. „Ich versperre mich nicht vor wirtschaftlichen Lösungen.“

Am kommenden Montag soll es nun die Möglichkeit geben, gemeinsam über die Pläne und Möglichkeiten zu sprechen. Auch Vertreter der Gemeinde werden vor Ort sein, um auf mögliche Fragen einzugehen.

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