Finanzielle Schieflage Emder Integrierter Sportverein erhöht seine Gebühren
Einer der größten Sportvereine Emdens ist in finanzielle Schieflage geraten. Erstmals seit 2002 ist nun wieder eine Beitragserhöhung nötig geworden. Die Mitglieder sendeten ein eindeutiges Zeichen.
Emden - Weil einer der größten Emder Sportvereine - der Integrierte Sportverein (ISV) - in finanzielle Schieflage geraten ist, wurde am Sonntag in einer Mitgliederversammlung darüber abgestimmt, ob die Beiträge erhöht werden sollen. Die anwesenden Mitglieder waren einstimmig dafür, heißt es am Montag vom Vorstand in den sozialen Medien. „Wir waren gerührt über so viel Zuspruch“, schreibt der Vorstand. Viele der derzeit 3380 Mitglieder seien gekommen.
Laut dem Vorschlag der Vereinsführung sollen die monatlichen Beiträge für Mitglieder bis 21 Jahre von 5,50 auf 7 Euro und für Mitglieder über 21 Jahre von 8 auf 10 Euro angehoben werden. Die Beiträge für Familien sollen um 4 auf 20 Euro pro Monat angehoben werden. Das Eltern-Kind-Turnen soll künftig 13 statt bisher 10,50 Euro kosten und passive Mitglieder sollen künftig 3 statt 2 Euro bezahlen. Es ist laut des Vereins die erste Beitragserhöhung seit 2002. Sie soll zum 1. Januar 2024 greifen.
Der Schritt war nun nötig geworden, weil laut ISV-Geschäftsführerin Kerstin Waldeck der Verein das Jahr 2022 mit einem „dicken Minus“ abgeschlossen hat, wie sie in der vergangenen Woche gegenüber dieser Zeitung sagte. Das begründet sie mit den Folgen der Corona-Pandemie, gestiegenen Energiekosten und den allgemeinen Preissteigerungen. Seit der Zeit vor Corona bis jetzt sei die Zahl der Mitglieder auch um rund 600 gesunken. All das hätte dazu geführt, dass der ISV schon im zweiten Jahr in Folge an die Rücklagen gehen müsse. „Wenn wir jetzt nicht handeln, sind die Reserven Ende 2024 aufgebraucht“, sagte Waldeck. Der Verein bittet die Bevölkerung auch um Spenden.