Talente überraschen  Die jungen Wilden mischen den Esenser Kader auf

| | 01.09.2023 14:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Finn Rosenboom (links) ist trotz seiner jungen Jahre bei Esens eine feste Größe im Mittelfeld. Isajah Stainbank (rechts) hat sein Potenzial angedeutet und strebt Ähnliches an. Foto: Steenhoff
Finn Rosenboom (links) ist trotz seiner jungen Jahre bei Esens eine feste Größe im Mittelfeld. Isajah Stainbank (rechts) hat sein Potenzial angedeutet und strebt Ähnliches an. Foto: Steenhoff
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Aus A-Jugend-Teams gekommene Spieler haben sich beim TuS Esens in den Fokus gespielt. Derweil muss Landesliga-Klassengefährte Firrel am Sonnabend mehr als zwei Stunden fahren.

Esens/Firrel - In der vergangenen Saison spielten sie in der A-Jugend-Bezirksliga noch gegeneinander. Mittlerweile sind Luca Janssen, Bjarne Hohn und Isajah Stainbank Mitspieler in der Herren-Landesliga – und die Gewinner der bisherigen Saison beim TuS Esens. „Sie haben mich wirklich überrascht und bereichern unseren Kader enorm“, freut sich Esens-Coach Ralf Backhaus. Auch für das Heimspiel am Sonntag gegen den FC Schüttorf 09 (Anstoß 14 Uhr) haben die jungen Wilden sehr gute Chancen auf Einsatzzeiten. GW Firrel muss dagegen weit reisen. An diesem Sonnabend steht das Auswärtsspiel bei Aufsteiger SV Viktoria Gesmold an.

Ralf Backhaus hatte Luca Janssen vor Jahren zum TuS Esens gelockt und nun, obwohl er noch in der A-Jugend spielen könnte, zu den Herren hochgezogen. In den bisherigen vier Saisonspielen wurde er eingewechselt. Bjarne Hohn und Isajah Stainbank stießen dagegen neu zum TuS dazu. Sie wohnen in Jever und waren in der abgelaufenen Spielzeit die Torjäger beim Bezirksliga-Vizemeister der A-Junioren, FC Rastede. „Unserem Vorsitzenden Holger Janssen, der auch Co-Trainer der A-Jugend war, sind die beiden in den Spielen gegen unsere A-Jugend sehr positiv aufgefallen. Also haben wir sie mal eingeladen“, schildert Ralf Backhaus.

Youngster Hohn auf der Außenbahn gesetzt

Die beiden jungen Mittelfeldspieler entschieden sich tatsächlich für den TuS – und lehnten ein Angebot vom Bezirksligisten Heidmühler FC ab. Allein das zeigt durchaus das Selbstvertrauen der beiden, sich direkt in der Landesliga beweisen zu wollen. Bislang gelingt es ihnen mit Bravour. Hohn und Stainbank zählten beim jüngsten Landesligaspiel, 1:1 gegen Spitzenreiter SV Wilhelmshaven in der Startelf. Der pfeilschnelle Bjarne Hohn hat sich auf linken Außenbahn festgespielt. „Leider wird er uns demnächst wohl ab und zu fehlen“, bedauert Ralf Backhaus. Hohn beginnt in Göttingen ein Chemie-Studium.

Unsere Tipps

TuS Esens – FC Schüttorf 09 2:2. Esens hat mit dem Kunstrasen einen Heimvorteil. Ist das frühe Pressing von Erfolg gekrönt und wird mit einem frühen Tor belohnt, sind Punkte für Esens möglich.

SV Viktoria Gesmold – GW Firrel 1:3. Firrel hat erst vier Gegentore kassiert. Bleibt die defensive Stabilität und werden die Chancen genutzt, ist ein souveräner Erfolg möglich.

Die Esenser wollen sich nach einem spielfreien Wochenende – an dem Läufe absolviert werden mussten – etwas von der Abstiegszone entfernen. Dafür ist gegen Schüttorf, das zuletzt zweimal gewann, ein Sieg nötig. „Wir müssen bei Standards aufpassen. Zudem versucht Schüttorf, alles spielerisch zu lösen“, weiß der Esens-Coach. „Wir werden wieder forsch beginnen“, so Backhaus.

Borgmann stößt wieder zum GW-Team

Wie Esens bestritt auch GW Firrel das letzte Landesliga-Spiel gegen den SV Wilhelmshaven – und verlor mit 0:2. „Da haben wir zu viele Fehler gemacht, gerade bei Standards, obwohl wir es vorher angesprochen wurde“, sagt Firrels Trainer Bernd Grotlüschen. Gegen Gesmold soll sein Team „wieder in die Spur finden“. Fast 200 Kilometer liegen zwischen dem Firreler Sportplatz und dem des Aufsteigers aus der Stadt Melle. Mehr als zwei Stunden wird die Fahrt dauern. „Wir reisen mit drei Bullis an. Das ist kostengünstiger und geht schneller als eine Fahrt mit dem Bus“, sagt Grotlüschen. Er erwartet einen körperlich starken Gegner, bei dem Spielertrainer Oliver Ioannou das Spiel von hinten heraus lenkt.

Personell sieht es bei Firrel gut aus. Steef Borgmann, mit 15 Treffern gemeinsam mit Lasse Härtel bester Torschütze der abgelaufenen Saison, kehrt nach seiner Rotsperre aus dem Pokalspiel gegen Middels zurück. Rutscht er direkt in die Startelf? Bernd Grotlüschen lässt es noch offen, obwohl mit Lasse Härtel ein Flügelspieler verletzt fehlen wird. „Wir haben mit Felix Karius, Basti Bloem und Lukas Berghaus auch gute andere Optionen auf den Außen.“

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