Verkehrsregelung Neutorstraße in Emden  Zebrastreifen statt Ampel in Höhe Rummel?

Stephanie Schuurman
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Von Stephanie Schuurman
| 05.09.2023 18:02 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Haarig: Am Rathausplatz ist die Verkehrssituation aufgrund der ausgeschalteten Ampel für alle Beteiligten uneindeutig. Künftig könnte dort ein Zebrastreifen den Vorrang für Fußgänger regeln. Foto: Schuurman
Haarig: Am Rathausplatz ist die Verkehrssituation aufgrund der ausgeschalteten Ampel für alle Beteiligten uneindeutig. Künftig könnte dort ein Zebrastreifen den Vorrang für Fußgänger regeln. Foto: Schuurman
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Die Otto-Ampel bleibt am Rathausplatz dauerhaft aus. Das hat verschiedene Gründe.

Emden - Die Ampelanlage am Rathausplatz bleibt aus: Das haben jetzt Politik und Stadt Emden für den Bereich der Neutorstraße entschieden. Stattdessen soll voraussichtlich ein Zebrastreifen die Verkehrssicherheit von Fußgängern unterstützen, wie die Stadt Emden jetzt mitteilte.

Was und warum: Seit Wochen ist die Otto-Ampel am Rathausplatz ausgeschaltet.

Darum geht es: Verkehrsversuch zur Innenstadtberuhigung

Vor allem interessant für: diejenigen, die sicher über die Straße kommen wollen.

Deshalb berichten wir: Weil sich die Situation auf der Neutorstraße in den vergangenen Monaten für die Nutzer ständig ändert.

Die Autorin erreichen Sie unter: s.schuurman@zgo.de

Im Juli war die Ampel an dieser Stelle im Zuge des sogenannten verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs ausgeschaltet worden. Eine ursprünglich geplante Umprogrammierung und Aufrüstung der Lichtsignalanlage sei zwar schon bei einem Unternehmen beauftragt worden, doch aufgrund verschiedener Lieferschwierigkeiten verzögere sich die Kameratechnik weiterhin.

Politik und Stadt ziehen positives Fazit

Das allein sei allerdings nicht der Grund für die nun dauerhaft geplante Ausschaltung. Vielmehr hätten Politik und Stadtverwaltung ein positives Zwischenfazit zur Ausschaltung gezogen. „Die Verkehrslage zeichnet sich entspannt und entzerrt", heißt es in der Mitteilung.

So mancher Fußgänger zeigt sich jedoch irritiert ob der abgeschalteten Ampelanlage. Mancher marschiert einfach drauflos, andere suchen zunächst den Blickkontakt mit Autofahrern, bevor sie die Straße überqueren. Um nun Fußgänger sicherer über die Straße zu bringen, soll an diesem Mittwoch eine endgültige Abstimmung über einen weiteren Zebrastreifen in Höhe des Rummels erfolgen.

Zebrastreifen könnten noch diesen Monat geklebt werden

Dazu trifft sich die Verkehrskonferenz. Bisher haben sich laut Stadt sowohl Polizei als auch der Arbeitskreis Verkehrsprävention, die Teil der Verkehrskonferenz sind, für den Vorschlag ausgesprochen. Sollte das abschließende Fazit positiv ausfallen, würden die notwendigen Markierungen für den Zebrastreifen noch in diesem Monat aufgetragen.

Die beiden „Otto-Ampeln" vom Rathausplatz sollen im Übrigen weiter leuchten. Sie werden an den ebenfalls touristisch stark genutzten Übergängen Pottgießerstraße (zur Kunsthalle) und Boltentor (zum Chinesentempel) gesetzt.

Faldernstraße bekommt kein Vorfahrtsschild zum Delft

Die Anregung aus der Öffentlichkeit, aus der Faldernstraße eine abknickende Vorfahrtsstraße um den Delft zu machen, um unter anderem Rückstaus zu vermeiden, werde allerdings zunächst nicht umgesetzt. Das widerspräche dem Ziel der allgemeinen Verkehrsberuhigung auch für den Delft, heißt es seitens der Stadtverwaltung.

Allerdings sollen, um den Verkehrsfluss an die „verkehrsberuhigte Kernstadt heran und drumherum" zu verbessern, veraltete Ampeln an der Neutorstraße/Ecke Agterum erneuert werden. Dazu würden Mittel in den Haushaltsentwurf eingestellt, um künftig bedarfsorientiert und computergesteuert über Kameras den Verkehr zu steuern. „Hierdurch wird sich die Verkehrssituation am Nadelöhr Agterum weiter verbessern", heißt es in der Mitteilung.

Wann der Auftrag für diesen Ampelaustausch herausgegeben werden und entsprechend neue Ampeltechnik geliefert werden kann, teilte die Stadt indes noch nicht mit.

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