Legalisierung noch dieses Jahr Die Emder FDP lädt zur Cannabis-Diskussion

| | 10.09.2023 09:03 Uhr | 2 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Cannabis könnte bald legal konsumiert werden. Foto: Pixabay
Cannabis könnte bald legal konsumiert werden. Foto: Pixabay
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Bald könnte Cannabis unter Auflagen in Deutschland legal sein. Die Emder FDP sieht viel Gesprächsbedarf und hat gleich zweierlei vor.

Emden - Noch in diesem Jahr soll der Kauf, Konsum und Anbau von Cannabis in Deutschland unter Auflagen legal werden. Das Bundeskabinett hat vor kurzem den entsprechenden Beschluss gefasst. Nun muss nur noch das Gesetz in Kraft treten. Die Emder FDP sieht aber schon jetzt viel Gesprächsbedarf. „Wir von der Emder FDP-Fraktion, haben uns in den letzten Wochen ausgiebig über dieses Thema ausgetauscht“, teilt Henning Meyer von der Fraktion mit. Die Meinungen, ob man nun für oder gegen die Legalisierung ist, seien in ihrer Fraktion sehr gemischt, sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Um sich darüber mit der Bevölkerung auszutauschen und gemeinsam mehr darüber zu lernen, sei von ihnen geplant, „zeitnah auch eine Expertenrunde zu organisieren, bei dem sich auch die Emder Bürger über dieses Thema informieren können“, so Meyer. Einen genauen Termin für die Veranstaltung nennt er noch nicht. Aber: Es sollen bestenfalls Vorträge von Befürwortern und Gegnern der Cannabislegalisierung zu hören sein, um sich daraus eine fundierte eigene Meinung zu bilden.

Stadt Emden soll sich zu Cannabis äußern

Die Fraktion hat nun auch einen Antrag an die Stadtverwaltung gestellt. „Die Verwaltung wird beauftragt, in dem dafür zuständigen Ausschuss, über ihre Sicht der geplanten Cannabislegalisierung der Bundesregierung, zu berichten“, heißt es darin. Der nächste zuständige Ausschuss könnte der Ratsausschuss für Gesundheit, Soziales und Integration sein. Dieser tagt öffentlich am 27. September ab 17 Uhr im Ratssaal. Eine Tagesordnung ist allerdings im Bürgerinformationsportal im Kalender noch nicht angehängt, also ist es unklar, ob es der Punkt auf die Gesprächsliste schafft.

„Außerdem möge die Verwaltung folgende Fragen mit aufgreifen und im Ausschuss beantworten: Wie steht die Verwaltung einer Bewerbung zur Modellregion gegenüber? Wie bewertet die Verwaltung die geplanten „Cannabis Social Clubs“? Gab es hinsichtlich der Gründung solcher Clubs schon Anfragen?“, heißt es in der Anfrage weiter.

In einem „Cannabis Social Club“ bauen die Mitglieder gemeinsam Cannabis an und konsumieren es auch, heißt es in einer Erklärung des Deutschen Hanfverbands. Die Idee dahinter ist, den illegalen Markt zu bekämpfen und den Zugang zu sauberem und qualitativ hochwertigem Cannabis zu verbessern.

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