Hamburg  Heinz Strunk: „Last Exit Schinkenstraße“ wäre bei ARD und ZDF abgelehnt worden

Daniel Benedict
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Von Daniel Benedict
| 14.09.2023 13:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Heinz Strunk findet, bei ARD und ZDF nimmt die diverse Besetzungspolitik religiöse Züge an. Foto: imago images/Hartenfelser
Heinz Strunk findet, bei ARD und ZDF nimmt die diverse Besetzungspolitik religiöse Züge an. Foto: imago images/Hartenfelser
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Seine neue Serie „Last Exit Schinkenstraße“ hat Humorist Heinz Strunk mit Amazon realisiert. Bei ARD und ZDF wäre sie wegen mangelnder Diversität „in 1000 Jahren nicht produziert worden“, sagt Strunk im Interview mit unserer Redaktion.

Humorist Heinz Strunk (61) kritisiert ARD und ZDF für ihr Ringen um Diversität: „Bei den Öffentlich-Rechtlichen nimmt das schon religiöse Ausmaße an“, sagte Strunk im Gespräch mit unserer Redaktion. Seine Amazon-Serie „Last Exit Schinkenstraße“ wäre bei ARD und ZDF nicht realisiert worden: „Ein kompletter Ausschlussgrund wäre allein schon der Umstand, dass die Hauptrollen zwei ältere, weiße Herren spielen. Wir sind nicht divers. Wir haben nicht die nötigen Quotenbesetzungen vorgenommen“, sagte Strunk. „Unsere schöne ‚Schinkenstraße‘ wäre bei ARD und ZDF in 1000 Jahren nicht produziert worden.“

Schwierigkeiten hat Strunk auch mit den Debatten um Partylieder wie „Layla“ oder den „Mohrenkopf“ im Schlagerklassiker „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgens: „Als älterer, weißer Mann sollte man sich dazu möglichst nicht äußern. Aber diese Debatte um ‚Layla‘ fand ich schon einigermaßen albern“, sagte Strunk. „Wenn man die frühen Mickie-Krause-Songs daneben hält …“

„Die Diskussion ist sowas von öde. Aber wenn die Leute sonst nichts haben, womit sie sich beschäftigen können“, kommentierte der Humorist. „Und der ‚Mohrenkopf‘ – ach, was weiß ich. Es gibt ja auch die Debatte, ob man die Bücher von Astrid Lindgren auf Stand der Political Correctness bringen soll. Ich finde das nicht richtig.“

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