Projekt Wunderline  Bahn sperrt drei Bahnübergänge in Westoverledingen

Carsten Ammermann
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Von Carsten Ammermann
| 14.09.2023 16:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Bahn will den Übergang Lütjewolde (Foto) in Ihrhove schließen. Das stößt bei Landwirten und Anwohnern sauer auf. Mitte August gab es am Bahnübergang in Lütjewolde eine Protestaktion von Landwirten und Anwohnern. Foto: Ammermann
Die Bahn will den Übergang Lütjewolde (Foto) in Ihrhove schließen. Das stößt bei Landwirten und Anwohnern sauer auf. Mitte August gab es am Bahnübergang in Lütjewolde eine Protestaktion von Landwirten und Anwohnern. Foto: Ammermann
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Das sind keine guten Nachrichten für Anwohner und Landwirte: Die Bahn teilt mit, dass der Bahnübergang Lütjewolde in Ihrhove neun Monate lang gesperrt wird. Es gibt noch weitere Einschränkungen.

Ihrhove - Die Deutsche Bahn teilte an diesem Donnerstag mit, dass anlässlich des geplanten Ausbaus und der Modernisierung der Wunderline - der Schnellzugverbindung zwischen Bremen und Groningen über Ihrhove - mehrere Bahnübergänge in der Gemeinde Westoverledingen zeitweise gesperrt werden.

Stark betroffen ist der Bahnübergang Lütjewolde in Ihrhove. Der wird nach Angaben der Bahn bereits ab kommenden Dienstag, 19. September, bis Sonntag, 30. Juni 2024, komplett gesperrt. Zudem werden die Bahnübergänge Westergaste und Weidenstraße im September und Oktober 2023 zu unterschiedlichen Zeitpunkten gesperrt, heißt es in einer Mitteilung der Bahn.

Protestaktionen von Landwirten und Anwohnern

Der Bahnübergang Lütjewolde erhitzt schon seit mehreren Monaten die Gemüter. Denn die Bahn plant, diesen komplett zu schließen. Mit Protestaktionen hatten Landwirte und Anwohner Mitte August auf die Situation aufmerksam gemacht. Sie wollen die Schließung des Bahnübergangs Lütjewolde verhindern. Nach Angaben der Landwirte habe man mehr als zwei Jahre lang mit Vertretern der Bahn darüber verhandelt, welcher Bahnübergang unter anderem auch im Zuge der Modernisierung der Bahnstrecke für die Wunderline erhalten werden soll.

Außerdem ging es in den Gesprächen auch um Entschädigungszahlungen für Landwirte, die von einer Schließung betroffen sind. Doch plötzlich hält sich die Bahn nach Angaben von Rudolf Bleeker, Geschäftsführer des Kreisverbandes Leer des Landwirtschaftlichen Hauptvereins, nicht mehr an Absprachen. Die Bahn sieht die Situation anders. „Es wurden keine Entschädigungszahlungen ausgehandelt. Es wurde lediglich die Möglichkeit geprüft“, hießt es im August auf Anfrage dieser Zeitung.

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Mit der heutigen Mitteilung der Bahn steht schon mal fest, dass der Bahnübergang Lütjewolde ab dem 19. September neun Monate lang komplett gesperrt sein wird. Was danach passiert, dazu gab es auf Anfrage am Donnerstagnachmittag bisher noch keine Antwort von der Bahn.