Landesligist verliert in Holdorf Firrel-Trainer nach 0:2 bedient – „Leistung war beschämend“
Die Ostfriesen traten bei der Mannschaft der Stunde an und mussten kurzfristig noch Spieler ersetzen. Aber „mildernde Umstände“ wollte Bernd Grotlüschen deshalb nicht gelten lassen. Er war sauer.
Holdorf - Bernd Grotlüschen ist nicht als Wüterich bekannt. Am Sonntag nach der 0:2-Niederlage von Grün-Weiß Firrel beim SV Holdorf war der Trainer des ostfriesischen Fußball-Landesligisten aber mächtig sauer. „Diese Leistung von uns war beschämend.“
Spieldaten
Firrel: Hellmers; Koch, Gereke, Röbke (68. Steinheuser), Dierks, Schouwer, Janßen, Karius, Borgman, Folkerts (68. Re. Grotlüschen), Suda (86. J. Grotlüschen).
Tore: 1:0 Höge (34.), 2:0 Homer (65.).
Der verkorkste Sonntag begann mit vier schlechten Nachrichten in kurzer Zeit. Ein Quartett sagte kurz vor der Abfahrt krankheitsbedingt oder aus privaten Gründen noch ab – das Fehlen von Michael Olbrys und Lukas Berghaus stand schon vorher fest. Insgesamt fehlten acht Spieler. „Das darf aber keine Entschuldigung sein, dass wir nach drei zuvor guten Spielen auf einmal so eine Leistung zeigen. Wir kamen zu keiner Zeit für Punkte infrage. Wenn wir 0:6 verloren hätten, hätten wir uns nicht beschweren dürfen. Da brauchen wir nicht drumherum reden“, polterte Grotlüschen.
Holdorf wie verwandelt
Zur Pause lagen die Firreler nach einem langen Ball und Alleingang von Johannes Höge auf das Firreler Tor 0:1 zurück. Es hätte aber auch schon deutlicher aussehen können. „Wir hatten sehr viele Abspielfehler und Unkonzentriertheiten.“
Auch wenn es nach dem Wechsel auch mal Abschlüsse von Felix Karius und Manuel Suda (zweimal) gab und die Ostfriesen sich mit mehr Ballbesitz auch mühten – zur Zufriedenheit des Trainers trug das nicht bei. „Ein Tor von uns wäre angesichts der Spielverhältnisse auch nicht gerecht gewesen“, so Grotlüschen. Viel gefährlicher – meist bei schnellen Kontern – war ohnehin der Gastgeber, der nach einer abgewehrten Firreler Ecke per Konter zum 2:0 traf und weitere Chancen besaß. Es blieb aber beim 2:0 für die Mannschaft der Stunde, die mit vier Niederlagen und 5:17 Toren in die Serie startete und nun danach in sechs Spielen 14 Punkte sammelte.