Berlin  Diabetes bleibt häufig unentdeckt: Das sind die Warnzeichen

Henry Borgelt
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Von Henry Borgelt
| 29.09.2023 21:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Viele Diabetes-Fälle bleiben unentdeckt. So erkennen Sie Diabetes. Foto: IMAGO images/Roland Hartig
Viele Diabetes-Fälle bleiben unentdeckt. So erkennen Sie Diabetes. Foto: IMAGO images/Roland Hartig
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Diabetes ist weltweit eine der häufigsten auftretenden Krankheiten. Laut WHO sind knapp 350 Millionen Menschen an der Stoffwechselkrankheit erkrankt. Eine neue Studie zeigt nun, dass 40 Prozent der Erkrankten nichts davon wissen. Woran Sie Diabetes erkennen können.

Weltweit leben 40 Prozent der Diabetiker mit der Krankheit, ohne dass sie offiziell diagnostiziert wurde. Das zeigt eine neue Studie. Zudem erhalte die Hälfte der diagnostizierten Patienten keine Behandlung, da sie in Ländern leben, die über kein ausreichendes Gesundheitssystem verfügen.

Zwar sind die meisten solcher nicht-diagnostizierten Fälle außerhalb von Europa, doch auch in Deutschland leiden sechs Millionen Menschen unter Diabetes. Oft kommt ein Diabetes schleichend und erstmal ohne akute Beschwerden. Auch zwischen den verschiedenen Diabetes-Typen gibt es unterschiede.

Die häufigste Form von Diabetes ist der Typ-2-Diabetes. Dabei reagieren die Körperzellen zunehmend weniger auf das Hormon Insulin. Dadurch wird weniger Traubenzucker (Glukose) aus den Blutbahnen aufgenommen, der Blutzuckerspiegel steigt. Von dieser Diabetesform sind meist ältere Menschen betroffen, wobei auch zunehmend jüngere Menschen an dieser Form der Diabetes erkranken. Risikofaktoren sind Bewegungsmangel, Übergewicht und eine genetische Veranlagung.

Typ-1-Diabetes tritt seltener auf, als der Typ-2-Diabetes. Hierbei handelt es sich auch um eine Autoimmunkrankheit. Dabei wehrt sich der Körper gegen die eigenen Zellen. Das Immunsystem zerstört Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das Insulin herstellen. Durch den Insulinmangel steigt auch hier der Blutzuckerspiegel, da die Glukose nicht aus dem Blut aufgenommen werden kann. Betroffene müssen sich Insulin spritzen, um den Mangel auszugleichen. Besonders im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter tritt Typ-1-Diabetes auf.

Gerade beim häufiger auftretenden Typ-2-Diabetes treten die typischen Symptome seltener und dezenter auf. Nur knapp 30 bis 50 Prozent der Betroffenen entwickeln typische Anzeichen, daher wird ein Typ-2-Diabetes oft nur nebenbei erkannt. Ein Typ-1-Diabetes kann dagegen oft schon in wenigen Wochen diagnostiziert und erkannt werden.

Eine endgültige Diagnose kann allerdings trotzdem nur von einem Arzt und einer Messung der Blutwerte erfolgen. Antikörper-Tests können dann auch den Typ des Diabetes bestimmen.

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