Berlin  Merz verliert an Zustimmung: Mehrheit der Unionswähler sieht CDU-Chef nicht als Kanzler

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Von AFP User
| 30.09.2023 20:12 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Friedrich Merz möchte Kanzler werden. Doch offenbar fehlt ihm dazu momentan der Rückhalt in der Wählerschaft. Foto: dpa/Ronny Hartmann
Friedrich Merz möchte Kanzler werden. Doch offenbar fehlt ihm dazu momentan der Rückhalt in der Wählerschaft. Foto: dpa/Ronny Hartmann
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Friedrich Merz macht sich offenbar mit seinem Verhalten auch in der CDU-Wählerschaft wenig Freunde, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Auch insgesamt büßt die Union weiter Stimmen ein, während sich SPD und FDP ein wenig verbessern können.

Unter Unionsanhängern gibt es deutliche Zweifel an der Eignung von CDU-Chef Friedrich Merz für das Kanzleramt. In einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild am Sonntag“ gaben 51 Prozent der Unionswähler an, dass Merz nicht für das Kanzleramt geeignet sei. 36 Prozent trauten ihm den Job als Regierungschef zu.

Merz sorgt immer wieder mit provokanten Äußerungen für Schlagzeilen, die auch in der Union keine ungeteilte Zustimmung erhalten. Er hatte am Mittwoch in einer Talkshow gesagt, dass abgelehnte Asylbewerber beim Arzt sitzen und „sich die Zähne neu machen“ lassen würden, während „die deutschen Bürger nebendran“ keine Termine bekämen. Die Äußerung hatte scharfe Kritik in anderen Parteien ausgelöst, Ärztevertreter wiesen sie zurück.

Die Insa-Erhebung erfolgte am Donnerstag und Freitag mit 1005 Befragten. In ihr gaben 45 Prozent der Unionswähler an, dass Merz aus ihrer Sicht als Oppositionsführer einen guten Job mache; 31 Prozent sagten das Gegenteil.

In der Gesamtbevölkerung meinen der Umfrage zufolge 63 Prozent, dass Merz nicht als Kanzler geeignet sei (geeignet: 20 Prozent). Nur 25 Prozent glauben zudem, dass er als Oppositionsführer einen guten Job macht. Vom Gegenteil sind 51 Prozent überzeugt.

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Im Insa-Sonntagstrend kamen CDU und CSU auf 26 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Auf Platz zwei folgte die AfD mit unverändert 22 Prozent. Die SPD verbesserte sich um einen Punkt auf 18 Prozent und die FDP gleichfalls um einen Punkt auf sieben Prozent. Unverändert blieben die Werte für Grüne (14 Prozent) und Linke (fünf Prozent).

Befragt wurden vom 25. bis 29. September 1206 Erwachsene. Die mögliche Fehlerquote liegt bei plus/minus 2,9 Prozentpunkten.

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