Bauprojekt in der Krummhörn Brücke in Greetsiel soll noch dieses Jahr saniert werden
Die Brücke am Pilsumer Weg soll schnellstmöglich instandgesetzt werden. Die Gemeinde hat dafür entsprechendes Fördergeld – das muss sie aber noch in diesem Jahr ausgeben.
Greetsiel - Es ist fast eine Art Luxusproblem: Nachdem Anfang des Jahres die Sanierung und Neugestaltung des Greetsieler Marktplatzes an der Gegenwehr einiger Greetsieler scheiterte, musste die Gemeinde Krummhörn eine neue Möglichkeit finden, Geld auszugeben.
Denn: Die zugesagten Fördermittel, damals war von rund 570.000 Euro die Rede, müssen in diesem Jahr ausgegeben werden, sonst verfallen sie. Als alternatives Projekt wurde damals die Sanierung der Brücke Pilsumer Weg/Mühlenstraße in Greetsiel ins Auge gefasst. Was ist seitdem passiert?
Wohin mit dem Geld?
Auf Nachfrage bestätigt Krummhörns Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos), dass man weiter am Vorhaben festhalte. „Die Ausschreibung wird derzeit vom Planungsbüro erstellt“, schreibt sie. Man gehe weiterhin von den bereits mitgeteilten Kosten von rund 600.000 Euro aus.“ Die genauen Kosten könnten aber erst nach der Ausschreibung beziffert werden. Ausgeschrieben werden sollen unter anderem: „Erneuerung der Widerlager und Spundwände, Sanierung und Teilerneuerung des Geländers“. Auch der Straßenbelag muss gegebenenfalls erneuert werden, so Looden auf Anfrage. Die Maßnahme soll über das Städtebauförderprogramm „Historischer Ortskern Greetsiel“ umgesetzt werden. „Die Kosten werden dann zu je einem Drittel mit Mitteln vom Bund, Land und der Gemeinde getragen“, so Looden.
Besagtes Städtebauförderprogramm, welches auch von Privatpersonen in Anspruch genommen werden kann, soll in der kommenden Ratssitzung an diesem Donnerstag, 12. Oktober, aktualisiert werden. Eine Neufassung der zugrundeliegenden Förderrichtlinie des Landes Niedersachsen macht diesen Schritt nötig.
Die Förderungen im Rahmen der Modernisierungsrichtlinie verfolgen „den Zweck der Mängel- und Missstandsbeseitigung, der Stadtbildpflege und -verbesserung sowie der Anreizschaffung für weitere Folgeinvestitionen im Sanierungsgebiet“, heißt es unter anderem im zu beschließenden Papier.