Skulptur noch nicht wieder aufgebaut Bulle aus Sandstein kehrt zurück in Fußgängerzone
Nicht nur Kinderaugen zog er seit Jahrzehnten auf sich. Doch während der Erneuerung der Burgstraße musste der rote Bulle von Bildhauer Michael Weihe weichen. Nun kehrt die Skulptur bald zurück.
Aurich - Ein Hingucker aus rotem Sandstein kehrt zurück in die Fußgängerzone: Der Bulle, der vor der ehemaligen Filiale der Deutschen Bank in der Burgstraße stand. „Der Bulle als Kunstwerk der Auricher Innenstadt wird zum Abschluss der Tiefbauarbeiten in der Fußgängerzone einen angemessenen und passenden Standort erhalten, an dem ihn viele Bürger wahrnehmen und bestaunen können“, teilte der Leiter des städtischen Tiefbauamtes, Bernd Ewerth, auf Anfrage von Ratsfrau Heidrun Weber (GFA) mit.
Der Bulle solle voraussichtlich im Januar aufgestellt werden, wenn der Weihnachtsmarkt vorbei ist, sagte Ewerth auf ON-Nachfrage. Man habe zwei, drei mögliche Standorte „im Nahbereich“ des bisherigen Platzes vor der früheren Bankfiliale im Blick. Das hänge aber noch von technischen Details ab. Ewerth betonte, es sei ohnehin geplant gewesen, den Bullen nach der Fußgängerzonen-Sanierung wieder aufzustellen.
Weber: „Zwei Generationen sind mit dem Bullen groß geworden“
Weber hatte sich gesorgt, dass der Bulle, der einst von Bildhauer Michael Weihe geschaffen wurde, nach der Sanierung der Fußgängerzone nicht wieder aufgestellt würde. „Der Bulle gehörte über 20 Jahre lang zum Auricher Stadtbild. Zwei Generationen sind mit ihm groß geworden. Wahrscheinlich ist fast jedes Kind, das heute um die 20 bis 30 Jahre alt ist, einmal auf ihm fotografiert worden. Er ist ein bildhauerisches Meisterstück und damals mit viel Engagement und Geld hergestellt, angeschafft und aufgebaut worden“, schreibt Weber in einem Antrag. Sie wünscht sich einen „wertschätzenden Platz“ für das Kunstwerk. Falls sich ein solcher nicht ind er Fußgängerzone finden lasse, schlage sie den Marktplatz, Georgswall, Rathausplatz oder beim ZOB vor.