Freizeit in Ostfriesland  Neue Sommer-Attraktion – Aquapark für Uplengen geplant

Rieke Heinig
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Von Rieke Heinig
| 24.11.2023 18:55 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Aktuell ist es ruhig am Badesee Großsander. Im Sommer tummeln sich dort haufenweise Besucherinnen und Besuchern. Foto: Gemeinde Uplengen
Aktuell ist es ruhig am Badesee Großsander. Im Sommer tummeln sich dort haufenweise Besucherinnen und Besuchern. Foto: Gemeinde Uplengen
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Wer den Sommer gerne am Badesee Großsander verbringt, dürfte sich freuen. Ein Investor plant dort ein neues Angebot. Das steckt dahinter.

Uplengen - Aktuell läuft man am Badesee Großsander in der Gemeinde Uplengen nur vereinzelt Spaziergängern über den Weg. Anders sieht es im Sommer aus. Dann tummeln sich dort bei gutem Wetter viele Einheimische, Touristen und Menschen aus der Region. Schließlich kann man an dem See nicht nur am Strand liegen und in der Sonne brutzeln oder schwimmen. Bereits jetzt gibt es dort eine Rutsche ins Wasser und einen Tretboot- und Stand-Up-Paddeling-Verleih.

Zu Rutsche und Tretbooten gesellt sich künftig ein Aquapark. Foto: Gemeinde Uplengen
Zu Rutsche und Tretbooten gesellt sich künftig ein Aquapark. Foto: Gemeinde Uplengen

Nun hat der Betreiber des Tretboot- und Stand-Up-Paddeling-Verleihs, Karsten Overlander, eine neue Idee. Er will im östlichen Bereich des Badesees das Angebot erweitern und einen Aquapark aufbauen. Was das genau bedeutet, hat der Unternehmer am Donnerstag, 23. November 2023, im Ausschuss für Gemeindeentwicklung, Klima und Tourismus der Gemeinde Uplengen der Politik vorgestellt.

Was ist ein Aquapark?

Ein Aquapark erinnert im Grunde an eine große Hüpfburg, die auf dem Wasser schwimmt. In der Gestaltung sei Overlander dabei sehr frei. „Es gibt unterschiedlichste Module, die man beliebig aneinanderreihen kann“, erklärt er. Beispiele dafür gibt es schon am Badesee Tannenhausen in Aurich oder dem Beachclub Nethen bei Oldenburg. Denkbar wären Trampoline, Kletter- und Sprungtürme, Rutschen oder ein Hindernisparcours.

Damit sie nicht wegtreiben, werden die Module mit Betonankern am Boden befestigt. Dadurch können sie ohne größeren Aufwand jederzeit wieder entfernt werden. Daher sei auch die Größe der Anlage variabel. „Welche Module wir am Ende aufbauen würden, steht aber noch nicht fest“, sagt Overlander. Bevor er in die weitere Planung geht, war ihm wichtig, dass die Politik das Vorhaben befürwortet. „Es gibt Aquaparks für 30, 50 oder 70 Personen. Wir wollen erst einmal klein anfangen, um zu sehen, wie es ankommt“, erklärt er. Später könne die Anlage immer noch erweitert werden.

So könnte die Anlage einmal aussehen. Grafik: Wibit Sports GmbH
So könnte die Anlage einmal aussehen. Grafik: Wibit Sports GmbH

Wer darf drauf?

Da der Aquapark mitten im Wasser schwimmt und von Land nicht erreichbar ist, sei eine Schwimmweste für alle Besucherinnen und Besucher Pflicht, so Overlander. „Die Sicherheit geht vor“, betont er. Kinder dürfen ab sechs Jahren auf die Anlage und müssen bis zum zehnten Lebensjahr von einem Erwachsenen begleitet werden. Der Eintritt werde voraussichtlich rund zehn Euro kosten. „Wer Mitglied beim Hansefit ist, hat freien Eintritt“, sagt der Unternehmer.

Was sagt die Politik?

Nachdem einige Fragen zur Sicherheit gestellt wurden, sprachen sich die Ausschussmitglieder einstimmig dafür aus, das Vorhaben des Unternehmers zu unterstützen. „Das bereits gestellte DLRG-Personal und meine Angestellten werden dafür sorgen, dass es möglichst sicher ist“, versichert Overlander. Für den Aquapark wolle er zusätzliches Personal einstellen und schulen, damit niemand beim Toben zu Schaden kommt.

Sollte doch etwas passieren, hafte in jedem Fall nicht die Gemeinde, sondern er als Betreiber, so Overlander. „Mit meiner Versicherung ist schon abgeklärt, dass alles rund um den Aquapark abgesichert ist, ob Personenschaden oder Vandalismus“, sagt der Unternehmer. „Man braucht starke Partner mit Unternehmergeist. Herr Overlander ist einer davon und darüber bin ich sehr froh“, findet der Uplengener Bürgermeister Heinz Trauernicht. Auch die Ausschussmitglieder sind sich einig: Die Anlage als neues Angebot werde eine Bereicherung für den Badesee Großsander sein.

Wie geht es weiter?

Nun, da Overlander die Unterstützung der Politik in Uplengen hat, geht es an die weiteren Planungen, bis die nächste Saison am Badesee losgeht. Eine Baugenehmigung ist laut Auskunft des Landkreises Leer nicht erforderlich, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht. Mit der Gemeinde Uplengen wird derweil noch ein Nutzungsvertrag des Geländes vereinbart.

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