Osnabrück So viel zahlte das Bistum Osnabrück bislang an Missbrauchsbetroffene
Viele Betroffene sexualisierter Gewalt in der Kirche haben sich an das Bistum Osnabrück gewandt und im Zuge eines komplexen Kirchenverfahrens Geld erhalten. Wie viel es bisher war, erläuterte das Bistum am Dienstag.
Im Rahmen einer Pressekonferenz zum neuen Ombudsmann für Betroffene sexualisierter Gewalt im Bistum ging der Pressesprecher der Diözese auch auf Zahlungen an Betroffene ein. In der katholischen Kirche entscheidet in einem speziellen Verfahren die sogenannte Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen (UKA). Dabei handelt es sich laut Kirche nicht um Schmerzensgeldleistungen, die Betroffene ebenfalls geltend machen könnten, sondern um eine sogenannte Anerkennung des Leids.
Im Bistum Osnabrück stellten demnach bislang 53 Menschen einen Antrag auf eine Zahlung. Davon wurden laut Bistumssprecher Kai Mennigmann 47 Anträge positiv beschieden und 4 abgelehnt. Über die übrigen Anträge werde noch entschieden. Insgesamt seien bis heute rund 810.000 Euro gezahlt worden, im Schnitt also rund 17.000 Euro pro Antrag, wobei die einzelnen Summen variieren und sich an den konkreten Erlebnissen des einzelnen Betroffenen orientieren.