Diskussion um Ausrichtung der Schule Gemeinderat stellt sich klar hinter den Standort der IGS in Hinte
Die Gutachter-Firma Biregio hatte die Konzentration auf nur einen Standort ins Spiel gebracht und dabei Pewsum vor Augen. Das hat die Politiker in Hinte überrascht.
Hinte - Die Hinteraner Politik zeigt sich sehr verwundert über die Standortdiskussion der Integrierten Gesamtschule (IGS) Krummhörn-Hinte. Das wurde bei der Ratssitzung am Donnerstag im Hotel Novum in Hinte deutlich. „Beim Thema IGS sind wir uns sicher einer Meinung“, sagte Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos). Für ihn gehe es klar in eine Richtung - nämlich in Richtung Hinte. „Da werden wir auch kein Stück von abweichen.“
Er selbst sei sehr irritiert darüber gewesen, dass der Hinteraner Standort der Schule im Kreisschulausschuss in Frage gestellt worden sei. Die Gemeinde habe stets in den Standort investiert – zuletzt in die Dreifachhalle, an der die Schülerinnen und Schüler künftig sogar das Sportabitur werden ablegen können.
Gemeinsame Strategie überlegen
In der Sitzung des Kreisschulausschusses in Aurich war am 23. November über den Schulentwicklungsplan des Landkreises gesprochen worden. Dazu war Wolf Krämer-Mandeau von der Gutachter-Firma Biregio eingeladen. In der Krummhörn und in Hinte sah er unter anderem Probleme darin, dass es zu viele Räume je Klasse gebe. Hinzu komme, so Krämer-Mandeau, dass die Schülerzahl an der IGS Krummhörn/Hinte in der Oberstufe stark nachlässt. Durch eine Zusammenführung könne das Konzept „neu gedacht“ werden -– mit einer Konzentration auf den Standort in Pewsum, bei dem dann ein „kleiner Zubau“ nötig wäre.
Nicht nur der Bürgermeister, sondern auch die Fraktionen sehen diesen Vorschlag kritisch. Ratsherr Ralf Ackmann von der SPD las am Donnerstag eine vom Fraktionsvorsitzenden Andreas Weerda verbreitete Rede zu dem Thema vor, weil dieser selbst nicht an der Sitzung teilnehmen konnte. „Wir erinnern uns gern an 2011 zurück“, so Ackmann. Damals habe sich die Gemeinde gemeinsam mit Biregio über die Grundschulen in Hinte unterhalten. „Hätten wir dem Vorschlag von Biregio damals zugestimmt, dann wäre eine unserer Grundschulen nun Geschichte.“ Es sei wichtig und richtig gewesen, sich dem in den Weg zu stellen. Auch Ulrike Scholz-Benedictus von der CDU stellte sich klar hinter den Standort in Hinte. „Wir waren von der Nachricht mit der Schulschließung in Hinte auch überrascht“, sagte sie.
Bürgermeister Redenius will nun mit „ganz kurzem Draht“ Kontakt zum Landkreis in der Sache halten. Ein erstes Gespräch habe auch schon stattgefunden. Der Kreistag werde sich nun weiter im Rahmen des Schulentwicklungsplans mit der Thematik auseinandersetzen. „Da sollten wir uns eine klare Strategie überlegen“, so Redenius.
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