Projekt Wunderline  Blick hinter die Kulissen der Großbaustelle Friesenbrücke

Carsten Ammermann
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Von Carsten Ammermann
| 03.12.2023 12:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Auch auf die Arbeitsplattform über der Ems wurden die Besucher geführt. Foto: Ortgies
Auch auf die Arbeitsplattform über der Ems wurden die Besucher geführt. Foto: Ortgies
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Die Bahn hatte die Öffentlichkeit nach Hilkenborg eingeladen: Hunderte Interessierte besichtigten die Baustelle und informierten sich über die neue Eisenbahnbrücke. Das wurde vor Ort geboten.

Hilkenborg/Ihrhove/Leer - Mit dem Baustellentag auf der Großbaustelle der neuen Friesenbrücke bei Hilkenborg hat die Deutsche Bahn nach Auskunft einer Mitarbeiterin Neuland betreten. Die Bahn hatte für Freitagnachmittag die Bevölkerung eingeladen, um Interessierten direkt vor Ort zu erläutern, was konkret gemacht wird.

Viele Gäste nutzten das kostenlose Angebot der Bahn und fuhren von Leer aus mit dem Bus zur Baustelle. Foto: Ortgies
Viele Gäste nutzten das kostenlose Angebot der Bahn und fuhren von Leer aus mit dem Bus zur Baustelle. Foto: Ortgies

Kurz zuvor war mit geladenen Gästen der offizielle Startschuss für den Ausbau der Bahnstrecke Wunderline – der Schnellzugverbindung zwischen Bremen und Groningen über Leer – gegeben worden. Zum Projekt gehört auch der Neubau der Friesenbrücke über die Ems.

Bahn hatte Bustransfer organisiert

Für Interessierte hatte die Bahn extra einen Bustransfer von Leer über Ihrhove zur Baustelle eingerichtet. Dieser Service wurde von sehr vielen Gästen angenommen. Natürlich genossen die Gäste die kostenlosen Heißgetränke und die belegten Brote – aber im Mittelpunkt standen die Baustellenführungen. Die waren beeindruckend und auch imposant. Denn sonst ist die Baustelle gut gesichert, Bauzäune versperren aus Sicherheitsgründen den Weg für Interessierte. Doch an dem Freitag war alles anders: Die Interessierten konnten die eigens für den Bau erstellte Straße über den Deich nutzen und sie konnten direkt in die Baugruben schauen, in denen später die Brückenpfeiler gegossen werden.

Infos zur Wunderline und Friesenbrücke

Ein Höhepunkt der Führung: Die Gäste gingen sogar auf die Arbeitsplattform, die zum großen Teil über den Emsfluss liegt. Es ging direkt zur größten Baugrube, die im Fluss liegt. In der Baugrube, die mit Hilfe von Spundwänden entstanden ist, wird der Pfeiler erstellt, auf dem sich später das Hub-Drehteil der Friesenbrücke befinden wird. Die Dimension der Baugrube ist beeindruckend: Laut einer Bahnmitarbeiterin passt dort ein vierstöckiges Wohnhaus hinein.

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