Neuer Kalender „Aurich gestern“  Staunen über die Verkehrsführung in alten Zeiten

Karin Böhmer
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Von Karin Böhmer
| 04.12.2023 08:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Almuth Maaß hat wieder mehrere Motive mit aktuellem Bezug für ihren Kalender gefunden. Foto: Karin Böhmer
Almuth Maaß hat wieder mehrere Motive mit aktuellem Bezug für ihren Kalender gefunden. Foto: Karin Böhmer
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Die Burgstraße voller Autos und Räder, Droschken auf dem Marktplatz und ein einsamer Radler in der Fockenbollwerkstraße: Was sich alles verändert hat, zeigt der Kalender „Aurich in alten Ansichten“.

Aurich - Aurichs ferne Vergangenheit ist manchmal gar nicht lange her. Auch die mittlere Generation dürfte im nächsten Kalender „Aurich in alten Ansichten“ einiges wiedererkennen. Radio Redenius in der heutigen Burgstraße beispielsweise, wo viele Jugendliche in den 1970er- und 1980er-Jahren mehr Zeit verbrachten als zu Hause. Der Kalender zeigt den Blick auf das Radiogeschäft und das Kaufhaus Thiele-Harms in den 1960er-Jahren – als Autofahrer und Radfahrer sich in der heutigen Fußgängerzone drängten.

Almuth Maaß, die die 1855 gegründete Drogerie C. Maass in der Osterstraße führt, hat in ihrem Fotoarchiv wieder zwölf Motive gefunden, die zu einem guten Teil in heutiger Zeit Veränderung erfahren.

Immer wieder Menschen am Fenster

Die Stadt hat den Wasserturm just an einen Investor verkauft. Maaß zeigt ein Foto aus dem Jahr 1938, als ein Arbeiter auf der Spitze steht, um die Wetterfahne zu erneuern. Zwei andere Arbeiter schauen aus den Fenstern unterm Dach.

Das tun 1917 auch zwei junge Frauen, hoch über dem Auricher Marktplatz, während ein Stockwerk darunter ein Hausmädchen am Fenster putzt. Die Gebäude an dieser Platzseite sind lange passé. Und die geparkten Droschken auf dem Platz sind es ebenfalls. Unter dem Bild aus den 1920er-Jahren der derzeitigen Großbaustelle auf der L34 steht: „Die Fockenbollwerkstraße war eine ruhige Straße mit viel Grün.“ Immerhin: Auch damals fuhren Radfahrer auf der Straße, wie es jetzt wieder geplant ist. Damals noch mutterseelenallein.

Auflage war im vergangenen Jahr schon vor Weihnachten weg

Eine Aufnahme zeigt die Stiftsmühle, die gerade wieder ihre Kappe aufgesetzt hat und bald Flügel bekommen soll, in ihren aktiven Zeiten. Eine zweite – zu dem Zeitpunkt schon teilabgebaute – Mühle ist auf einem Luftbild zu sehen. Die Mühle am Wall, direkt neben der Zingelturnhalle.

Rolf-Werner Blesene als Verleger alter Postkarten und Ostfrieslandspiele kümmert sich um die Kalender-Vermarktung. Im vergangenen Jahr ging der 10. Kalender der Reihe „Aurich in alten Ansichten“ so gut weg, dass er schon vor Weihnachten ausverkauft war. In diesem Jahr wurde die Auflage etwas erhöht. Zu kaufen gibt es den Blick in Aurichs frühere Tage bei Genuss Ritter, den Auricher Buchhandlungen und in der Drogerie Maaß, für 17,50 Euro. Auf Wunsch verschickt Almuth Maaß den Kalender auch an Butenoostfresen.

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