Hilft die Retteraktion?  Finanzkrise bei Kickers Emden – Kapitän Dassel hofft

| | 12.12.2023 16:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bastian Dassel möchte im neuen Jahr wieder auf dem Platz jubeln. Archivfoto:Doden/Emden
Bastian Dassel möchte im neuen Jahr wieder auf dem Platz jubeln. Archivfoto:Doden/Emden
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Am 20. Dezember macht Kickers Emden den großen Kassensturz. Bastian Dassel gibt einen Einblick in seine Gefühlswelt und möchte bald auch wieder auf dem Platz mit eingreifen.

Emden - Kickers Emden überwintert an der Tabellenspitze der Fußball-Oberliga. Die neu formierte Mannschaft hat sich mittlerweile gefunden, liegt mit einem Zähler Vorsprung vor Verfolger TuS Bersenbrück auf Platz eins und hat noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. Eines davon ist noch für den kommenden Sonnabend (14 Uhr) beim Rotenburger SV angesetzt.

Sportlich läuft also alles nach Plan, die Anhänger dürfen vom Aufstieg und der Rückkehr in die Regionalliga träumen. Wäre da nicht die nach wie vor noch völlig unklare Finanzsituation. Am 20. Dezember werden die Verantwortlichen um Manager Henning Rießelmann nach den Retteraktionen einen Kassensturz machen.

Großes Thema bei Kickers Emden

„Natürlich ist das ein sehr großes Thema in der Mannschaft. Wir haben uns aber gesagt, lasst uns auf das konzentrieren, was wir beeinflussen können, nämlich den sportlichen Erfolg“, gibt Kapitän Bastian Dassel einen Einblick in sein Seelenleben. Er setze alles daran, dass die Retteraktionen am Ende auch den nötigen Erfolg bringen werden.

„Henning hat mit seinem Team in den letzten Monaten schon so viel gerissen. Gemeinsam haben wir schon so viel erreicht, da kann und will ich es mir nicht vorstellen, dass es bei Kickers Emden nicht weitergeht.“ Bei ihm selber geht es sportlich jedenfalls wieder klar nach oben. Seit rund zwei Wochen befindet sich der 33-Jährige nach seinem Innenbandanriss wieder im Mannschaftstraining und kann sein Knie wieder voll belasten.

Brutaler Konkurrenzkampf

„Mir ist schon klar, dass wir eine unglaubliche Qualität im Team haben, daher ist der Konkurrenzkampf auch brutal. Aber mir macht es in jedem Training unheimlich viel Spaß“, brennt der Routinier darauf, im neuen Jahr wieder richtig anzugreifen. Nach einem etwas holprigen Saisonstart habe sich das Team gefunden. Für ihn war der Prozess keine Überraschung, schließlich hätten 16 Neuzugänge integriert werden müssen.

Nach seiner Trainingsverletzung vor dem Auswärtsspiel in Eilvese musste der Innenverteidiger einige Tage auf die genaue Diagnose warten. Nachdem dann klar war, dass die Knieverletzung konservativ behandelt wird, stand dann das Reha- und Aufbautraining an. Dassel ist so eng mit der Mannschaft verbunden, dass er es sich auch nicht nehmen ließ, bei jedem Spiel mit dabei zu sein, auch auswärts.

Gegen Bersenbrück am Mikro gejubelt

„Das Bersenbrück-Spiel war natürlich das Highlight, leider war ich nicht auf dem Platz mit dabei und durfte nur als Co-Kommentator des Livestreams mit Hardy Kloßek jubeln – auch schön, aber auf dem Rasen ist es natürlich noch wesentlich emotionaler“, so Dassel. Mittlerweile redet auch er bei den Saisonzielen nicht mehr drumherum. „Wir sind momentan so gut dabei, natürlich wollen wir am Ende der Saison den Aufstieg feiern, mit einem Mittelfeldplatz würden wir uns sicher nicht zufrieden geben.“

Bevor es wieder auf den Rasen geht, stehen für die Emder noch die Hallentermine an. Am 28./29. Dezember nimmt der BSV an der Stadtmeisterschaft in der Nordseehalle teil, am 14. Januar steigt der Schauinsland-Reisen-Cup vom Kickers-Hauptsponsoren mit FC Schalke 04, SC Paderborn, Górnik Zabrze, Rot-Weiß Oberhausen und dem FC Gütersloh.

Wirtschaftsbeirat präsentiert Zahlen

Auf die Hallenturniere wird der gerade wieder genesene Dassel verzichten. Mit Spannung blickt auch er auf den 20. Dezember. Dann präsentiert der Emder Wirtschaftsbeirat in einer Sitzung die aktuellen Zahlen. Ob es dann fröhliche Weihnachten werden, ist derzeit noch offen.

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