Hamburg  Altersarmut trotz Promi-Status? Wie wenig Rente Helge Schneider und Kollegen bekommen

Maria Lentz
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Von Maria Lentz
| 14.12.2023 20:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Unterhaltungskünstler Helge Schneider hat allein in den kommenden Monaten mehr als 70 Auftritte geplant. Foto: dpa/Matthias Balk
Der Unterhaltungskünstler Helge Schneider hat allein in den kommenden Monaten mehr als 70 Auftritte geplant. Foto: dpa/Matthias Balk
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Ein Leben lang auf der Bühne zu stehen, bedeutet am Ende nicht, auch eine hohe Rente zu bekommen. Jüngst sprach Entertainer Helge Schneider über die Notwendigkeit, weiterhin aufzutreten. Und er ist nicht der einzige Star, der nun wenig vom Staat bekommt.

„Das kostenlose Catering ist eigentlich der einzige Grund, warum ich noch auf Tournee gehe“, scherzte Helge Schneider neulich in der ARD-Sendung „Brisant“. Der Musiker und Kabarettist geht ab 2024 mit seinem neuen Bühnenprogramm „Katzeklo auf Räder“ auf Tour. Mehr als 70 Auftritte hat er in den kommenden Monaten geplant.

Dabei ist der Künstler mit 68 Jahren eigentlich in Rente. Doch die fällt denkbar knapp aus, obwohl Schneider immer „sehr viel“ eingezahlt habe. Nun könne er von dem Geld seine Miete bezahlen, „aber zum Essen muss ich dann wieder auf die Bühne“, wie er bei „Brisant“ erzählte.

Es ist sicher nicht nur der Mangel an Geld, der das Multitalent weiterhin ins Rampenlicht zieht. Er sprühe auch vor Ideen. Mit dem Thema Rente ist es ihm offenbar dennoch ernst. Wie viel er genau bekommt, darauf geht Schneider nicht ein. Er ist aber nicht der einzige Promi, dessen Rentenbezüge nicht zum Leben reichen.

Auch der deutsche Schlagersänger und Komponist G.G. Anderson offenbarte vor Kurzem in einem Interview mit „t-online“, wie wenig Geld er vom Staat ausgezahlt bekommt: 36 Euro monatlich. Die stammen aus seiner vierjährigen Arbeitszeit als Elektriker. Da der 73-Jährige im Laufe seiner Karriere mehr als 1000 Songs schrieb – unter anderem für Heino und Roland Kaiser – hat er heute dennoch keine Geldsorgen. Von den Ausschüttungen der Gema, der Verwertungsgesellschaft für Musikschaffende, könne er wirklich gut leben.

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Etwas anders sieht es da bei TV-Star Rolf Schimpf aus. 21 Jahre lang verkörperte der Schauspieler in der Serie „Der Alte“ Kriminalhauptkommissar Leo Kress. 2010 zog er in die Münchner Seniorenresidenz Augustinum. Aus dieser musste der 99-Jährige jetzt ausziehen. Die monatliche Miete übersteige sein Budget, wie die „Bild“ berichtete. Und das, obwohl er laut Schauspielkollegin Jutta Kammann „enorm viel Geld“ verdient hatte.

„Ihm geht die Kohle aus. Wenn man zehn Jahre nicht mehr arbeitet und die hohen Kosten von der Rente nicht mehr gedeckt sind, ist das Geld schnell weg“, erklärte sein Arzt, der auch sein Generalbevollmächtigter ist, der Zeitung. Immerhin betrugen die Kosten pro Monat 5700 Euro. Jetzt wohne er in einem Heim, dass 2500 Euro weniger koste.

Star zu sein, bedeutet nicht automatisch, auch eine hohe Rente zu bekommen. Immerhin berechnet sich die Rente danach, was man im Laufe seines Berufslebens eingezahlt hat. So bezieht Schlagerstar Heino beispielsweise 1635 Euro vom Staat, die aus seiner Tätigkeit als Bäcker und Konditor stammen, wie der „Merkur“ im Frühjahr berichtete.

Im Umkehrschluss bedeutet eine geringe Rente nicht automatisch, dass es den Sängern, Schauspielerin und Künstlern im Alter schlecht geht. Immerhin lässt sich auch privat vorsorgen.

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