7:3-Finalsieg gegen Firrel  Middels triumphiert mit „fliegendem“ Feldspieler im Tor

Helmut Borgmann
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Von Helmut Borgmann
| 18.12.2023 13:55 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der dreifache Finaltorschütze für Middels, Glen Sokoli (rechts), durfte den Siegerpokal in die Höhe recken. Fotos: Doden, Blomberg
Der dreifache Finaltorschütze für Middels, Glen Sokoli (rechts), durfte den Siegerpokal in die Höhe recken. Fotos: Doden, Blomberg
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Ein Bezirksligist hat die „Hallenkönige“ des Vorjahres entthront. Der TuS Middels besiegte Titelverteidiger Firrel im Endspiel der inoffiziellen Hallenfußball-Ostfrieslandmeisterschaft in Großefehn.

Henning Corell (links) im Middelser Tor schaltete sich auch in der Offensive ein. Dagegen fand Firrel (grünes Trikot Reinhard Grotlüschen) im Finale kein Mittel.
Henning Corell (links) im Middelser Tor schaltete sich auch in der Offensive ein. Dagegen fand Firrel (grünes Trikot Reinhard Grotlüschen) im Finale kein Mittel.
Großefehn - Mit einer Überraschung endeten die 18. inoffiziellen Hallenfußball-Ostfrieslandmeisterschaften in der mit 180 Zuschauern gut besuchten Sporthalle in Großefehn. Nicht die „Hallenkönige“ der vergangenen Saison aus Firrel gewannen den riesigen Pokal, sondern der Bezirksligist TuS Middels. Die Schützlinge von Trainer Tobias Ryll setzten sich im Finale gegen GW Firrel mit 7:3 durch. Dritter wurde das Team von BW Borssum, das trotz eines Turniers am Vortag zu überzeugen wusste und Gastgeber Großefehn im Spiel um Platz drei mit 6:0 abfertigte.

Negativer Höhepunkt war die kurzfristige Absage des SV Wallinghausen. Dadurch war die Turnierleitung gezwungen, kurzfristig den Spielplan zu ändern. In der Gruppe A wurden alle Spiele des SV Wallinghausen mit 2:0 Toren für den Gegner gewertet. Außerdem wurde die Spielzeit von elf Minuten in dieser Gruppe auf 15 Minuten erhöht, so dass die Mannschaften im Minimalfall auf 30 Spielminuten kamen. Die Spielzeit in der Gruppe B, in der sich GW Firrel mit neun Punkten sicher durchsetzen konnte, betrug elf Minuten pro Spiel. Zweiter diese Gruppe wurde der TuS Middels mit sechs Punkten. In der Gruppe A gewannen die Gastgeber das erste Spiel gegen die SpVg Aurich sicher mit 4:0. Durch den 3:1-Erfolg gegen den BW Borssum wurde der Gruppensieg gefestigt. Gruppenzweiter wurde Borssum. Die Emder bezwangen im entscheidenden Spiel Aurich mit 3:1.

BW Borssum gewann das „kleine Finale“ gegen Großefehn (rechts Helge Janssen) mit 6:0. Brian Wienekamp (links) traf einmal mit der Hacke. Fotos: Doden, Blomberg
BW Borssum gewann das „kleine Finale“ gegen Großefehn (rechts Helge Janssen) mit 6:0. Brian Wienekamp (links) traf einmal mit der Hacke. Fotos: Doden, Blomberg

Borssum macht es Firrel schwer

Im ersten Halbfinale standen sich dann mit den Gastgebern und dem TuS Middels zwei Bezirksligisten gegenüber. Nach einer frühen Führung der Großefehntjer durch Janek Freudenberg kam der TuS Middels dann immer besser ins Spiel und nutzte vor allem die Torchancen eiskalt aus. Somit konnte durch einen 4:1-Erfolg die Finalteilnahme gesichert werden.

Das zweite Halbfinale zwischen GW Firrel und BW Borssum konnten die Emder lange Zeit offen gestalten. In der Schlussphase gelang dann dem Landesligisten durch schön herausgespielte Treffer durch Klaas Folkerts und Michael Olbrys mit einem 2:0-Sieg der Einzug ins Endspiel.

4:0-Halbzeitführung im Finale

Im Finale zwischen GW Firrel und TuS Middels, das über zweimal zehn Minuten ausgetragen wurde, trumpfte der Bezirksligist dann ganz groß auf. Henning Corell ist als Angreifer eigentlich für das Toreschießen beim TuS zuständig, hütete beim Hallenturnier in Großefehn aber ab dem zweiten Spiel das Middelser Tor. Er zeigte teils starke Paraden und schaltete sich als „fliegender“ Torwart bei Offensivaktionen mit ein, so dass die Middelser ständig in Überzahl spielten. Gegen diese taktische Variante fand Landesligist Firrel im Finale kein Mittel und lag schon zur Halbzeit mit 0:4 zurück. Nach zwei schnellen Toren der Firreler sah es kurzfristig nach einer Wende aus, doch nach dem 5:2 durch Glen Sokoli war die Partie entschieden.

Middels-Trainer Tobias Ryl zeigte sich kurz nach Turnierschluss sehr zufrieden: „Wir haben ein tolles Turnier gespielt und im Endspiel mit Abstand unser bestes Spiel gezeigt. Deshalb sind wir meines Erachtens auch verdient Turniersieger geworden.“

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