Freizeitanlage in Emden In diesem Jahr gibts keinen Probebetrieb mehr im Freibad Borssum
Die Stadt Emden hätte das Freibad Borssum gerne in diesem Jahr einmal gründlich durchgetestet. Der frühe Frost aber macht einen Strich durch die Rechnung. So sieht die Zeitplanung jetzt aus.
Emden - Im Freibad Borssum kann in diesem Jahr kein Probebetrieb mehr stattfinden. Das Wetter macht den Plänen der Stadt Emden einen Strich durch die Rechnung. „Die Folienarbeiten im großen Schwimmerbecken konnten wegen des frühen Wintereinbruchs nicht abgeschlossen werden - zwei Wochen haben uns leider gefehlt“, schreibt Stadtsprecher Eduard Dinkela auf Nachfrage. „Wir definieren den Probebetrieb so, dass beide Becken befüllt und umgewälzt werden können. Dies ist aufgrund der fehlenden Folie im Schwimmerbecken aktuell noch nicht möglich.“
Das Lehrschwimmbecken, das bereits vollständig foliert ist, wurde bereits bis 40 Zentimeter unter dem Beckenkopf mit Wasser gefüllt, um es vor Frost zu schützen. Auch die Rohre im großen Schwimmerbecken wurden speziell gegen die Kälte gesichert, so Dinkela. Die in den Gebäuden stattfindenden Arbeiten an der Badewassertechnik ruhten planmäßig seit Montag, 18. Dezember, wegen Weihnachten. Sie sollen planmäßig in der zweiten Januarwoche 2024 fortgesetzt werden.
Freibad Borssum soll im Mai 2024 eröffnen
„Die Arbeiten an den Außenanlagen werden fortgesetzt, sobald die Wetterbedingungen dies verlässlich zulassen“, schreibt Dinkela weiter. Für die Vervollständigung der Arbeiten sei eine verlässliche und längerfristige Mindesttemperatur erforderlich. Vorausgesetzt die Temperaturen liegen nicht bis Ende März bei oder unter fünf Grad Celcius, werde es aber durch den frühen Wintereinbruch keinen Zeitverzug geben, so der Sprecher. Die Eröffnung der Freizeitanlage ist weiterhin für Mai 2024 geplant.
Die Freibad-Sanierung war bislang von Pech und Pannen begleitet. Einem Unternehmen, das nicht ordentlich gearbeitet hatte, war gekündigt worden. Viel zusätzlicher Sanierungsbedarf war erst während der Arbeiten festgestellt worden. Und: Europaweite Ausschreibungen für Arbeiten, Lieferengpässe sowie Handwerkermangel hatten das Vorhaben erschwert. Die Sanierung wird teurer als zunächst gedacht: Zuletzt war die geschätzte Summe auf rund vier Millionen Euro angehoben worden. Ursprünglich hatte man mit rund 3,3 Millionen Euro geplant. Außerdem wollte man schon im Sommer 2023 eröffnen.
Nach vielen Verzögerungen war bei einem Besuch dieser Zeitung im Oktober vor Ort dann aber deutlich, dass das Ganze endlich Gestalt annimmt. Der Knoten sei durchschlagen worden, sagte auch Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) damals. Er betonte zu der Zeit, wie wichtig der Probebetrieb sei, um das Bad einmal ordentlich durchzutesten, damit es zu Saisonbeginn keine böse Überraschung gibt.