Ausstrahlung am Wochenende  Neuer Friesland-Krimi – das verbirgt sich wirklich hinter den Drehorten

Rieke Heinig
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Von Rieke Heinig
| 20.12.2023 14:34 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Süher Özlügül (Sophie Dal, von links), Henk Cassens (Maxim Mehmet) und Wolfgang Habedank (Holger Stockhaus) haben es mit einem Feuerteufel zu tun. Foto: ZDF/Willi Weber
Süher Özlügül (Sophie Dal, von links), Henk Cassens (Maxim Mehmet) und Wolfgang Habedank (Holger Stockhaus) haben es mit einem Feuerteufel zu tun. Foto: ZDF/Willi Weber
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Ein neuer Teil des beliebten Friesland-Krimis läuft am Sonnabend im ZDF. Wir haben uns die Drehorte in Leer und Umgebung genau angeschaut und verraten, was wirklich dahinter steckt.

Leer - „Feuerteufel“ heißt die neue Folge des ZDF-Friesland-Krimis, die am Wochenende im Zweiten läuft. Eine Serie von Bränden erschüttert die Stadt Leer. Immer wieder stehen Scheunen in Flammen. Als dann bei einem der Feuer ein alteingesessener, aber unbeliebter Bauer zu Tode kommt, wird die Sache ungemütlich. Der Mann war zuvor noch sturzbetrunken auf dem Dorffest herumgetorkelt. Die beiden Polizisten Süher Özlügül (Sophie Dal) und Henk Cassens (Maxim Mehmet) beginnen mit ihren Ermittlungen und stoßen schnell auf Widerstände.

Henk Cassens‘ Vergangenheit holt ihn ein. Foto: ZDF/Willi Weber
Henk Cassens‘ Vergangenheit holt ihn ein. Foto: ZDF/Willi Weber

Zu allem Überfluss scheint Cassens nicht ganz bei der Sache zu sein. Fast scheint es so, als würde er die Spurensuche seiner Kollegin sabotieren. Was genau dahinter steckt, erfahren die Zuschauerinnen und Zuschauer am Sonnabend, 23. Dezember 2023, ab 20.15 Uhr im ZDF. Schon jetzt ist die neue Folge des Friesland-Krimis online in der Mediathek abrufbar.

Wer sich auch abseits des Bildschirms für die Friesland-Krimis interessiert, wird in der Stadt Leer fündig. Die Filmkulissen sind dort ein beliebter Anziehungspunkt – besonders für Touristen. Doch nicht alles ist in Wirklichkeit so, wie es im Fernsehen gezeigt wird. Die Redaktion verrät, was sich wirklich hinter den Drehorten verbirgt.

Bibliothek wird zum Polizeipräsidium

Das Polizeipräsidium aus den Krimis ist eigentlich die Leeraner Stadtbibliothek. Foto: Stadt Leer/Archiv
Das Polizeipräsidium aus den Krimis ist eigentlich die Leeraner Stadtbibliothek. Foto: Stadt Leer/Archiv
Die Stadtbibliothek Leer dient in den Friesland-Krimis als Kulisse für das Polizeipräsidium. Direkt angrenzend an den Vorplatz der Bibliothek kann man einen Blick in den Wilhelminengang – eine weitere Filmkulisse – werfen. Auch dieses Mal wurde dort laut Produktionsfirma gedreht.
Im Wilhelminengang wurden bereits mehrere Szenen für die Friesland-Krimis gedreht. Foto: Stadt Leer/Archiv
Im Wilhelminengang wurden bereits mehrere Szenen für die Friesland-Krimis gedreht. Foto: Stadt Leer/Archiv

„Die Bibliothek bleibt während der Dreharbeiten aber geöffnet“, sagte Helga Janßen-Türk, Mitarbeiterin der Bibliothek, im vergangenen Jahr, als dort für die aktuelle Folge das Filmteam anrückte. Manchmal müssten die Kunden während gefilmt wird zwar ein paar Minuten warten, aber das sei für die meisten kein Problem. „Manche Leute kommen sogar extra dafür her“, so Janßen-Türk. Die Innenaufnahmen dagegen werden in einem Kölner Studio gedreht. „Wenn man genau hinsieht, findet man zahlreiche Requisiten in der Polizeistation, die mit Leer in Verbindung stehen“, verriet Martina Salie vom Leeraner Stadtmarketing damals. Das seien beispielsweise Poster, Tischbanner und Wappenteller an der Wand.

Von der Frittenbude zur Apotheke

Seit einigen Folgen wird die „Frittenzeit“ an der Ecke Rathausstraße/Brunnenstraße als Außenkulisse für die Apotheke von Insa Scherzinger genutzt. Auch in „Feuerteufel“ wird sie eine wichtige Rolle spielen.

Im Bestattungsinstitut werden Immobilien verkauft

Dieses Gebäude dient als Außenansicht des Bestattungsinstituts. Foto: Privat/Archiv
Dieses Gebäude dient als Außenansicht des Bestattungsinstituts. Foto: Privat/Archiv
Wer in der Kirchstraße 5 nach dem Bestattungsinstitut Habedank – inklusive Cannabis-Plantage im Keller – sucht, muss an dieser Stelle leider enttäuscht werden. Denn eigentlich befinden sich hier die Unternehmen „D&Z Immobilien“ und „Hausverkauf Nordwest“. „Während der Dreharbeiten müssen wir unsere Büros schließen. Aber das ist nicht schlimm, wir machen das gerne“, sagte Igor Zimmerling von „D&Z Immobilien“ während der Dreharbeiten des aktuellen Teils.

Andauernd kämen Fans der Krimi-Reihe vorbei, um Fotos zu machen. „Wir werden immer wieder gefragt, ob es das Bestattungsinstitut und den Keller hier wirklich gibt“, so Zimmerling. Das müsse verneint werden. „Wir haben nicht einmal einen normalen Keller“, sagte er lachend.

Hafenspeicher beliebter Ort bei Schauspielern

Die Uferpromenade in Leer wurde schon oft zur Kulisse. Foto: Stadt Leer/Archiv
Die Uferpromenade in Leer wurde schon oft zur Kulisse. Foto: Stadt Leer/Archiv
Auf den Spuren von Henk Cassens, Süher Özlügül, Insa Scherzinger und Jan Brockhorst sollten sich Interessierte die Leeraner Uferpromenade nicht entgehen lassen. „Auch hier wurden bereits mehrere Szenen für die Friesland-Krimis gefilmt“, so Martina Salie. Während der Dreharbeiten können Promi-Jäger außerdem mit etwas Glück die Schauspielerinnen und Schauspieler abends am Hotel Hafenspeicher antreffen.

Ausflug ins Rheiderland

Die Dreharbeiten führten das Filmteam für den Streifen dieses Mal auch ins Rheiderland. So steht im Hafen von Weener die Fischbude, an der gefilmt wurde. In der Serie ist sie allerdings am Hafen von Leer verortet. Außerdem werden die Ermittler auf dem Bildschirm in Bunde in Aktion zu sehen sein: „Zwei Höfe dort werden zu Tatorten“, teilte die Produktionsfirma vor den Dreharbeiten mit. Welche genau das sind, wollte sie allerdings nicht verraten.

Mit Material der dpa

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