Bremen  Gezielte Attacken mit Feuerwerk auf Personen in Bremen und Oldenburg

Thomas Breuer
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Von Thomas Breuer
| 01.01.2024 16:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Auf einer Straße liegen abgebrannte Böller und Raketen. Foto: Pia Bayer / dpa
Auf einer Straße liegen abgebrannte Böller und Raketen. Foto: Pia Bayer / dpa
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In Bremen und Oldenburg mussten die Einsatzkräfte rund um den Jahreswechsel ein großes Pensum bewältigen. Zu größeren Zwischenfällen kam es nicht.

Die Polizei in Bremen ist in der Silvesternacht zu mehr als 300 Einsätzen ausgerückt und hatte damit etwas mehr zu tun als ein Jahr zuvor. Sie spricht von einem arbeitsreichen Jahreswechsel mit einem hohen Einsatzaufkommen. Es habe viele silvestertypische Delikte, wie Schlägereien, Sachbeschädigungen und nicht sachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern, gegeben. In einigen Fällen seien Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte mit Feuerwerk beschossen worden. Größere Zwischenfälle habe es aber nicht gegeben.

Bei mehreren Körperverletzungsdelikten im Stadtgebiet, unter anderem durch Beschuss mit Pyrotechnik, nahmen Einsatzkräfte Tatverdächtige fest. Zwischen 23.45 Uhr und etwa 1 Uhr musste die Bürgermeister-Smidt-Brücke aufgrund der größeren Menschenmenge gesperrt werden. In dieser Zeit gab es diverse Verstöße gegen das Böllerverbot, die von der Polizei zunächst dokumentiert wurden.

In Blumenthal wurde ein fünf Jahre altes Mädchen von einem Knallkörper am Kopf getroffen und musste mit Verbrennungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Eltern gaben an, dass die Familie kurz zuvor aus einer Gruppe heraus beschossen worden sei. Seitens der Feuerwehr Bremen heißt es: „Durch unsachgemäße Verwendung von Silvesterfeuerwerk wurden mehrere Personen zum Teil sehr schwer verletzt.“

Aus der Stadt Oldenburg heißt es rückblickend, dass einige Strafanzeigen wegen Körperverletzungen erstattet wurden. Außerdem mussten die Beamten zu mehreren Brandeinsätzen ausrücken, die auf Feuerwerkskörper zurückzuführen waren.

Teilweise nahmen sie jedoch auch wahr, wie aus den anonymen Menschenmengen heraus Feuerwerkskörper gezündet und in Richtung anderer Personen geworfen wurden. Ein 20-Jähriger wurde am sogenannten Lefferseck durch einen umherfliegenden Feuerwerkskörper leicht am Unterschenkel verletzt.

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