Ostfriesen dominieren Firreler Hallencoup mit 1000 Euro belohnt
Beim Hallenturnier in Wilhelmshaven trumpften die Ostfriesen auf. Firrel bezwang im Finale einen Regionalligisten. Bitter endete das Turnier für den Esenser Torwart, der lange ausfallen wird.
Wilhelmshaven/Firrel - Die Hallenspezialisten von GW Firrel hatten die Qual der Wahl. Letztlich verzichteten die Landesligakicker darauf, ihren Titel beim Aurich-Cup zu verteidigen und traten stattdessen beim hochklassig besetzten Energy-Cup von Frisia Wilhelmshaven an. Es hat sich für die Firreler sportlich und auch finanziell gelohnt. Sie siegten am Samstagabend im Finale vor 1300 Zuschauern in der Nordfrost-Arena gegen den Regionalligisten SSV Jeddeloh überraschend mit 1:0 und strichen dafür eine nette Siegprämie über 1000 Euro ein.
„Wir haben ein starkes Turnier gespielt“, freute sich Henning Röbke. Der Mann aus Zetel übernahm in Abwesenheit von Chefcoach Bernd Grotlüschen die Rolle des Spielertrainers. Der TuS Esens auf Rang drei und TuS Strudden als Vierter machten das Turnier in Wilhelmshaven fast gänzlich zu einer Ostfriesen-Angelegenheit. Allerdings mussten die Esenser den Erfolg teuer bezahlen. Bei der 0:1-Niederlage im Halbfinale prallte Torhüter Robin Sikma mit dem Knie gegen das Knie eines Firrelers und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen. „Es besteht der starke Verdacht auf einen Kreuzbandriss“, sagte TuS-Trainer Ralf Backhaus, der selber nicht vor Ort war.
Platz drei für Esens
„Das ist bitter für ihn und auch für uns.“ Das Neunmeterschießen um Platz drei gewannen die Esenser mit Feldspieler Frank Til im Tor gegen Strudden mit 3:2 und sicherten sich 250 Euro für die Mannschaftskasse.
Die Turnierhelden aber kamen aus Firrel. Sie hatten sich zunächst Anfang Januar durch den Erfolg in einem Qualifikationsturnier den Startplatz fürs Hauptturnier gesichert. Mit acht Feldspielern und einem Torhüter traten sie dort am Samstag an. „Ich habe den Spielern freigestellt, ob sie mitspielen wollen oder nicht“, sagte Trainer Bernd Grotlüschen, den es selber nicht in die Halle zog. „Wir haben genügend gute Hallenkicker, die das sehr gerne machen.“
Zuschauer feierten Firrel
Das zeigten sie am Samstag schon in der Vorrunde. Da besiegten sie nicht nur die Bezirksligisten FC Heidmühle (2:1) und Turabdin Delmenhorst (2:0), sondern setzten sich auch eindrucksvoll mit 3:0 gegen den Landesliga-Spitzenreiter SV Wilhelmshaven durch. In der Vorrunde trafen sie auch schon auf den SSV Jeddeloh und unterlagen mit 1:2 – auch weil sie in dieser Partie ihre einzige Zeitstrafe verbüßten. „Wir haben ansonsten sehr besonnen und fair gespielt“, lobte Henning Röbke seine Mannen. In manch anderer Partie hagelte es Zeitstrafen. Ein Jeddeloher sah sogar die Rote Karte und fehlte später im Endspiel.
Im Halbfinale gewann GW Firrel gegen den TuS Esens mit 1:0. Im anderen Duell setzte sich Jeddeloh mit 2:0 gegen Strudden durch. Im Finale unterstützen die Zuschauer den Außenseiter aus Firrel und feierten lautstark das 1:0 durch Jendrik Janssen.
„Danach stand unsere Abwehr“, sagte Röbke. „Wir haben gut verteidigt.“ So mühte sich der Viertligist vergeblich. Beim Abpfiff lagen sich die Firreler jubelnd in den Armen. Röbke zog hoch erfreut Bilanz: „Es war ein tolles Turnier. Und wir haben uns wirklich verdient durchgesetzt.“