Bauernproteste in Thülsfelde Landwirt wurde angefahren und dann von Auto überrollt
Bei den Protesten am 8. Januar 2024 wurde ein Landwirt von einem wütenden Autofahrer umgefahren. Der Tatverdächtige sitzt weiter in Untersuchungshaft. Es gibt neue Erkenntnisse zum Unfall.
Thülsfelde/Oldenburg – Acht Tage nach dem schweren Unfall während der Bauern-Demo am Montag, 8. Januar 2024, in Thülsfelde (Stadt Friesoythe) dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg noch an. Gegen einen 45-Jährigen war ein Ermittlungsverfahren wegen eines versuchten Tötungsdeliktes eingeleitet worden.
Der Tatverdächtige aus dem Emsland wurde einen Tag nach dem Vorfall einem Haftrichter vorgeführt. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft in einer Justizvollzugsanstalt. Es gibt aber inzwischen neue Erkenntnisse zum Unfallhergang. „Der mutmaßliche Täter befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.“ Das teilte Staatsanwalt Matthias Rennecke, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg, auf Anfrage am Dienstag, 16. Januar 2024, mit.
Das haben die bisherigen Ermittlungen ergeben
Der 45-Jährige wird verdächtigt, während der Demo in Thülsfelde gegen 10.40 Uhr auf der Bundesstraße 72 an der Einmündung zur Thülsfelder Straße eine Blockade der Demonstranten durchbrochen zu haben. Dabei soll er mit seinem Auto einen 35-jährigen Demo-Teilnehmer schwer verletzt haben. Der Landwirt aus Barßel war mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden.
„Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, dass das Opfer von dem Tatverdächtigen zunächst angefahren und im weiteren Verlauf überrollt wurde. Glücklicherweise wurde das Opfer dadurch nicht so schwer verletzt, wie zunächst angenommen und konnte noch am Tattag auf eigenen Wunsch aus dem Krankenhaus entlassen werden“, schreibt Staatsanwalt Rennecke. „Die Ermittlungen dauern noch an.“