Hannover  Weniger Risse: Wie sich die Wolfspopulation im Land zuletzt verändert hat

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Von epd User
| 18.01.2024 12:37 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Wolf breitet sich immer weiter in Deutschland aus. In Niedersachsen ist die Zahl zuletzt anscheinend aber gleich geblieben. Foto: dpa/Julian Stratenschulte
Der Wolf breitet sich immer weiter in Deutschland aus. In Niedersachsen ist die Zahl zuletzt anscheinend aber gleich geblieben. Foto: dpa/Julian Stratenschulte
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Schon lange ist der Wolf zurück in Niedersachsen. Vielen ist das ein Dorn im Auge, reißen die Wildtiere doch immer wieder Nutztiere. Jetzt gibt es in dieser Hinsicht offenbar gute Nachrichten: Die Risse sind 2023 zuletzt deutlich zurückgegangen. Weil es weniger Wölfe gibt?

Die Zahl der in freier Wildbahn lebenden Wölfe in Niedersachsen ist im letzten Quartal des Jahres 2023 praktisch nicht weiter gestiegen. Wie die Landesjägerschaft (LJN) am Donnerstag mitteilte, gab es zum Ende des Berichtszeitraums in dem Bundesland 56 sogenannte Wolfsterritorien. Sie verteilten sich auf 50 Wolfsrudel, vier Wolfspaare und zwei residente, also durch ein festes Revier streifende Einzelwölfe.

Das entspricht dem Bestand im dritten Quartal 2023, damals wurde allerdings nur ein Einzelwolf beobachtet. Die Landesjägerschaft ist in dem Bundesland mit dem Wolfsmonitoring, das heißt dem Zählen und Dokumentieren der Vorkommen beauftragt.

Im vierten Quartal des Vorjahres wurden den Angaben zufolge 14 Totfunde in das Monitoring aufgenommen. Zehn Wölfe starben demnach durch Verkehrsunfälle, zwei eines natürlichen Todes. Ein Wolf wurde nach behördlicher Genehmigung abgeschossen, bei einem weiteren war die Todesursache unklar.

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Die Zahl der Risse auf Nutztiere ging der LJN zufolge im vierten Quartal 2023 deutlich zurück. Es seien bei 77 Angriffen insgesamt 244 Tiere getötet und 47 verletzt worden, 32 Tiere gelten als verschollen. Damit sank die Anzahl der gemeldeten Übergriffe gegenüber dem dritten Quartal 2023 um 28 Prozent und gegenüber dem vierten Quartal 2022 sogar um 40 Prozent.

In 55 der 77 Fälle wurden den Angaben zufolge Wölfe als Verursacher amtlich bestätigt, in 12 Fällen konnten Wölfe als Verursacher ausgeschlossen werden. In den übrigen Fällen war eine sichere Feststellung des Verursachers nicht möglich oder sie befanden sich noch in Bearbeitung.

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