Protest gegen AfD  Demo gegen rechts am Wochenende auch in Emden

Martin Alberts
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Von Martin Alberts
| 18.01.2024 16:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Nach Bekanntwerden des Treffens rechtsgerichteter Aktivisten in Potsdam mit AfD-Politikern gibt es in vielen deutschen Städten Demonstrationen gegen Rechtspopulismus. Symbolfoto: Albert/DPA
Nach Bekanntwerden des Treffens rechtsgerichteter Aktivisten in Potsdam mit AfD-Politikern gibt es in vielen deutschen Städten Demonstrationen gegen Rechtspopulismus. Symbolfoto: Albert/DPA
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Nach Berichten über ein „Remigrations“-Treffen, an dem auch AfD-Mitglieder teilnahmen, wird der Widerstand gegen die Partei lauter. Auch in Ostfriesland und umzu sind ab Sonnabend Aktionen geplant.

Emden/Hannover - Der Höhenflug der AfD in Umfragen und die Berichte über ein Treffen zu „Remigrations“-Plänen in Potsdam, an dem auch Mitglieder der Partei teilnahmen, führen nun zu Aktionen gegen Rechtspopulismus und -extremismus auch in der Region. In Emden ist für Sonnabend, 20. Januar, eine Mahnwache unter dem Motto „Gemeinsam gegen rechts“ in der Fußgängerzone geplant. Sie ist laut Angaben der Organisatoren bei Facebook von 11 bis 12 Uhr vor der Löwenapotheke an der Straße Zwischen beiden Sielen. Für den darauffolgenden Sonnabend, 27. Januar, ist eine größere Demo des „Bündnisses gegen Rechts“ in der Emder Innenstadt in Planung.

Doch nicht nur in Ostfriesland wird am Wochenende demonstriert: In Bremen ist für Sonntag eine Demonstration des Bündnisses „Laut gegen Rechts“ auf dem Marktplatz angekündigt, in Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover ruft das Bündnis „bunt statt braun“ am Sonnabend zur Kundgebung auf. Weitere Aktionen gibt es am Wochenende in Braunschweig, Buxtehude, Celle, Lüneburg und noch vielen anderen Städten in Niedersachsen. Überall wollen die Menschen nach eigenen Angaben gegen einen erstarkenden Rechtspopulismus demonstrieren.

Demonstriert wird auch in Wilhelmshaven und Oldenburg

In Wilhelmshaven ist für Sonnabend ab 12 Uhr eine Kundgebung auf dem Valoisplatz geplant, bei der laut NDR auch Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD) sprechen soll. In Oldenburg soll am Sonnabend um 14.30 Uhr eine Kundgebung auf dem Schlossplatz beginnen, die von den Jusos angemeldet wurde. Laut NDR werden sich auch weitere Vereine und Parteien beteiligen. Im Anschluss ist in Oldenburg ab 16 Uhr eine Demo unter dem Motto „AfD bekämpfen“ geplant.

Das Motto in der Landeshauptstadt lautet „Hannover zeigt Haltung gegen Rechts und für die Demokratie“, wie die Initiatoren mitteilten. Nach Angaben der Polizei werden zu der Kundgebung zwischen 14 und 16 Uhr auf dem Opernplatz rund 1000 Teilnehmende erwartet. Als Rednerinnen und Redner sind unter anderem die Bundesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Yasmin Fahimi, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Altbundespräsident Christian Wulff vorgesehen.

Nach Bekanntwerden des Treffens rechtsgerichteter Aktivisten in Potsdam mit AfD-Politikern hatten am vergangenen Wochenende in mehreren Städten, darunter Berlin und Potsdam, Tausende Menschen gegen den Rechtspopulismus demonstriert. In Hannover demonstrierten bereits am Dienstag rund 8500 Menschen.

Mit Material von EPD

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