Leerstand in Innenstädten  Es liegt an uns allen, Leben in die Stadt zu bringen

Marion Luppen
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Von Marion Luppen
| 20.01.2024 09:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Auch in Aurich – wie auf dem Foto aus der Norderstraße – gibt es viele Leerstände. Foto: Ortgies
Auch in Aurich – wie auf dem Foto aus der Norderstraße – gibt es viele Leerstände. Foto: Ortgies
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Auch in Ostfriesland wird über wachsenden Leerstand in den Innenstädten geklagt. Doch es gibt auch Zeichen der Hoffnung.

Gut 70 Jahre nach Eröffnung der ersten Fußgängerzone in Deutschland werden landauf, landab Abgesänge auf die Einkaufsmeilen in den Innenstädten angestimmt. Shopping-Malls auf der grünen Wiese und der Onlinehandel machten sie in der heutigen Zeit überflüssig, heißt es. Die Pandemie habe ihnen den Rest gegeben. Ein Blick in ostfriesische Innenstädte scheint diese Beobachtung zu bestätigen. Auch sie haben mit Leerständen zu kämpfen.

In Emden hat der Oberbürgermeister kürzlich in seiner Neujahrsansprache darauf hingewiesen, dass sich die Kommune eine „weitere Abwärtsbewegung in der Innenstadt als Ganzes“ nicht mehr leisten könne. In Leer wurden im Jahr 2015 Pläne für den Bau eines neuen Einkaufs- und Gastronomietempels auf dem Gröttrup-Gelände vorgestellt. Bis heute ist nichts daraus geworden. In Aurich ist der Handel mit Gewerbeimmobilien nach Angaben von Maklern wie fast überall in Deutschland fast zum Erliegen gekommen. Die Angst vor einer Existenzgründung sei allerorten spürbar. Gehen bald die Lichter aus?

Nein, es gibt auch gute Nachrichten. Zum Beispiel aus Aurich. Die Fußgängerzone ist frisch saniert. Nach jahrelangem Hin und Her zieht in die Markthalle demnächst die Gastrokette Café Extrablatt ein. Im Carolinenhof entsteht – angeblich noch in diesem Jahr – ein Themenpark für sechs Millionen Euro. Es gibt also Investoren und Banken, die an die Innenstädte glauben. Nun liegt es an uns allen, sie mit Leben zu füllen.

Die Autorin erreichen Sie unter m.luppen@zgo.de

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