Jäger und Feuerwehr geben Tipps So bleibt die Boßeltour ein Spaß
Zu Jahresbeginn sind viele Gruppen unterwegs, um zu boßeln und anschließend Grünkohl zu essen. Beim Freizeitsport gibt es einiges zu beachten, damit er für alle ein Vergnügen bleibt.
Emsland - Der Kugel hinterher: Mit dem neuen Jahr hat die Zeit der Boßeltouren mit Bollerwagen und anschließendem Grünkohlessen begonnen. Bei all dem Spaß sollte jedoch die eigene Sicherheit sowie die der Mitmenschen und der Umwelt nicht in Vergessenheit geraten. Die Kreisfeuerwehr des Emslandes und die Jägerschaft Lingen geben Tipps für ein faires Boßelvergnügen, die sicher auch für Ostfriesland gelten.
Müll gehört nicht in die Umwelt
Dass niemand seinen Müll liegen lässt, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Nach dem ein oder anderen Bier kann das jedoch schnell in Vergessenheit geraten. Umso mehr appelliert Jan Wulkotte von der Jägerschaft Lingen, den Müll im nächsten Abfallbehälter zu entsorgen. Auch Glasscherben sollten nicht liegen bleiben. Der Fachdienst Umwelt der Stadt Lingen appelliert zudem, insbesondere bei den Getränken das Motto „Mehrwegverpackungen statt Einwegverpackungen“ zu beachten und Verpackungsabfälle, Flaschen oder Papier nicht in den nächsten Straßengraben oder in den Wald zu werfen.
Rücksicht auf die Wildtiere
Aus Rücksicht auf die in Wäldern und Wiesen lebenden Wildtiere rät Wulkotte von der Jägerschaft, gewohnte Strecken für die Boßeltour zu wählen. Die Tiere gewöhnen sich an die Boßelstrecken und können sie so meiden. Außerdem sollte auf das Mitnehmen von Hunden verzichtet werden. Falls doch welche dabei sind, sollten diese auf jeden Fall angeleint sein, sagt Wulkotte.
Der Lingener Fachdienst Umwelt weist außerdem darauf hin, nur vorhandene Wege zu nutzen und einen Bogen um wenig oder nicht genutzte Landschaftsteile zu machen. Auch Verbots- und Gebotsschilder sollten beachtet werden.Musik gehört bei ausgelassener Stimmung zwar dazu, dennoch bittet Jan Wulkotte die Boßeltruppen darum, den Lärmpegel zum Schutz der Wildtiere gering zu halten.
Maßnahmen für die eigene Sicherheit ergreifen
Mehrere Verkehrsunfälle mit Boßeltruppen zeigen, dass viele Teilnehmer zu wenig für die eigene Sicherheit tun. In der kalten Jahreszeit geht die Sonne bereits früh unter. Um von anderen Verkehrsteilnehmer rechtzeitig wahrgenommen zu werden, rät Lambert Brand, ehemaliger Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Emsland, den Bollerwagen mit Licht auszustatten. Außerdem sollten die Teilnehmer von Boßeltouren Warnwesten tragen.
Jäger Jan Wulkotte weist außerdem darauf hin, dass Wälder und Gebüsche – wenn überhaupt nötig – vorsichtig betreten werden sollten. Bei starkem Wind sollten Waldgebiete gemieden werden, um sich vor eventuell herunterfallenden Ästen zu schützen.
Auch Jagdeinrichtungen sollten nicht betreten werden, betont Wulkotte. Grund: „Hochsitze und Ansitzleitern können noch marode sein. Diese werden im Winter gepflegt und repariert.“