Kevin Kühnert in Osterfehn Ostrhauderfehner Bernd Revens erhält die Willy-Brandt-Medaille
SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat während des Neujahrsempfangs in Ostrhauderfehn eine besondere Ehrung vorgenommen. Bernd Revens erhielt die höchste Auszeichnung der Sozialdemokraten.
Ostrhauderfehn – Zwei Begegnungen mit SPD-Persönlichkeiten haben dazu beigetragen, dass Bernd Revens vor fast vier Jahrzehnten Mitglied der SPD geworden ist. Das sagte der 77-Jährige während des Neujahrsempfangs 2024 des SPD-Ortsvereins Osterfehn. Dort erhielt der Ostrhauderfehner am Samstagabend im Vereinsheim die Willy-Brandt-Medaille. SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert überreichte Revens die Medaille. Es ist die höchste Auszeichnung, die die SPD an ihre Mitglieder vergeben kann.
Die Willy-Brandt-Medaille wird an Personen verliehen, die sich in besonderer Weise um die Sozialdemokratie verdient gemacht haben. Benannt ist sie nach dem Ehrenvorsitzenden der SPD, Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt (geboren am 18. Dezember 1913; gestorben am 8. Oktober 1992). 1964 habe er in Berlin eine Rede von Willy Brandt gehört, erzählte Revens. „Er hat etwas gesagt, und das hat er gehalten. Dafür habe ich den Mann immer gerne gehabt.“ Das gelte auch für Helmut Schmidt (geboren 23. Dezember 1918; gestorben am 10. November 2015).
Begegnung mit Helmut Schmidt
Der Sozialdemokrat Schmidt war nach dem Rücktritt Willy Brandts von 1974 bis 1982 der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Jahre zuvor, 1962 während der Hochflut-Katastrophe, habe Revens in Hamburg Helmut Schmidt kennenlernen dürfen. Revens hatte damals als Matrose auf der MS Adler gearbeitet. Während der Fahrt von Cuxhaven über die Elbe nach Hamburg habe die Besatzung Leichen geborgen. Aber auch Überlebende.
Helmut Schmidt sei an Bord gekommen und habe jedem die Hand gegeben. Der damalige Bürgermeister von Hamburg habe sich für die Hilfe bedankt und versichert: „Hamburg wird nie wieder unter Wasser laufen. Er hat recht gehabt, sie haben Maßnahmen getroffen“, sagte Revens und betonte: „Diese beiden Herren waren Anlass, dass ich in die SPD eingetreten bin.“
„Pragmatisch, streitbar und zuverlässig“
Revens war 15 Jahre lang Mitglied im Rat der Gemeinde Ostrhauderfehn. Sein ehrenamtliches Engagement gehe weit über die Ratspolitik hinaus. Das betonte Schriftführerin Anke Peter vom Vorstand des Ortsvereins in der Laudatio. „Pragmatisch, streitbar und zuverlässig“, das seien die Eigenschaften, die sie mit Bernd Revens verbinde, sagte Anke Peper. Bernd Revens habe sich unter anderem mit viel Energie dafür eingesetzt, dass es seit inzwischen mehr als 25 Jahren eine weiterführende Schule in Ostrhauderfehn gebe. Revens setze sich für den Naturschutz ein und beschäftige sich mit dem Thema Hochwasserschutz. Er war Gründungsmitglied des DRK-Ortsvereins. Er war Gründungsmitglied des DRK-Ortsvereins. Beim Leda-Jümme-Verband und beim Wasserversorgungsverband war er ebenfalls viele Jahre engagiert. Zurzeit ist er Vorsitzender des Schiffervereins Germania Rhauderfehn und Schriftführer beim Shantychor Ostrhauderfehn.
Zwei Frauen geehrt
Für 20 Jahre Mitgliedschaft in der SPD wurde Gerda Ulpts geehrt. Seit zehn Jahren Parteimitglied ist Marlene Marks. Die Co-Vorsitzende ist auch seit zehn Jahren im Vorstand aktiv. Die Frauen erhielten Urkunden.
Ein Dankeschön an die Feuerwehren
Der SPD-Ortsverein Osterfehn hat sich bei den Mitgliedern der Ortsfeuerwehren Ostrhauderfehn, Langholt, Holterfehn und Potshausen bedankt. Für ihren unermüdlichen Einsatz während des Hochwassers an Weihnachten 2023 und den folgenden Tagen erhielten sie Geldgeschenke und Urkunden.
Der Co-Vorsitzende Holger Schorn und die Co-Vorsitzende Marlene Marks riefen die Bevölkerung dazu auf, für die Jugend- und Kinderfeuerwehren zu spenden.