Inklusive Aushilfstorwart  So möchte der TuS Esens noch den Klassenerhalt schaffen

| | 23.01.2024 16:34 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Esens-Trainer Ralf Backhaus setzt in der Wintervorbereitung die Schwerpunkte körperliche Fitness und Chancenverwertung. Foto: Doden/Blomberg
Esens-Trainer Ralf Backhaus setzt in der Wintervorbereitung die Schwerpunkte körperliche Fitness und Chancenverwertung. Foto: Doden/Blomberg
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Fußball-Landesligist TuS Esens hat zwei Verletzte aus der „Hallen-Saison“ zu beklagen. Trainer Ralf Backhaus stellt eine Rechnung für den Ligaverbleib auf.

Esens - Der TuS Esens gewann zwei der drei vergangenen Spiele in der Fußball-Landesliga, ehe die vorzeitige Winterpause eingeläutet wurde. „Für uns war es natürlich schade, da wir echt gut drauf waren. Zumal haben wir ja auch einen Kunstrasen“, sagt Esens-Coach Ralf Backhaus.

Zu gerne hätte er mit seinem Team vor Weihnachten noch weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gesammelt. Es blieb ihm verwehrt. Jetzt nach der Winterpause versucht Backhaus seine Mannschaft bestmöglich auf die noch verbleibenden 15 Landesliga-Partien vorzubereiten.

So lief es in der Halle

Die Bärenstädter haben in diesem Winter lediglich an einem Hallenturnier teilgenommen – und dabei ein beachtliches Ergebnis erzielt. Beim hochklassig besetzten Energy-Cup in Wilhelmshaven qualifizierte sich der TuS für die Endrunde und zog in dieser als Gruppenerster ins Halbfinale ein.

In diesem unterlag Esens mit 0:1 gegen den späteren Sieger und Klassengefährte GW Firrel. Esens wurde Dritter. „Ich war zwar nicht vor Ort, aber was ich gehört habe, war sehr gut“, sagt Backhaus.

So läuft die Vorbereitung

Von Ende November bis zum Jahreswechsel hat Ralf Backhaus seiner Mannschaft frei gegeben. Danach mussten vier Läufe absolviert werden, ehe am Freitag, 12. Januar, der Vorbereitungsauftakt anstand. Trainiert werden soll immer auf dem heimischen Kunstrasenplatz. „Wenn viel Schnee liegt – wie vergangene Woche –, müssen wir gucken, ob es geht und gegebenenfalls kurzfristig reagieren“, sagt Backhaus.

Der Fokus in der Vorbereitung liegt auf der Fitness und den Torabschlüssen. Gleich sieben Testspiele hat Ralf Backhaus bis zum Landesliga-Start am 3. März gegen den SV Holthausen-Biene vorgesehen – jeweils gegen klassentiefere Teams. Das erste am vergangenen Sonnabend gegen Ostfrieslandligist TuS Leerhafe-Hovel fiel jedoch der Witterung zum Opfer.

So sieht es personell aus

Der Kader ist beim TuS Esens zusammengeblieben – und um einen Spieler erweitert worden. Von der Reserve des Heidmühler FC ist Samuel Stainbank zum TuS gewechselt. Der Angreifer ist der ältere Bruder von Isaiah Stainbank, der bereits seit Sommer in Esens spielt. „Er kann eine echte Verstärkung werden. Dafür muss er an Fitness zulegen. Dabei ist Eigenantrieb gefragt, denn er ist berufsbedingt nur an den Wochenenden da“, sagt Ralf Backhaus, der nach einer OP an der Mittelhand aktuell mit Gips rumläuft. Die Verletzung hatte er sich bei einem Handball-Turnier zugezogen.

Auch zwei seiner Spieler haben sich in der Halle verletzt. Angreifer Niklas Sukowski hat seit einem Freizeit-Turnier mit Sprunggelenksproblemen zu kämpfen. Ersatztorwart Robin Sikma zog sich beim Energy-Cup eine schwere Knieverletzung zu. Ein Kreuzbandriss war vermutet worden, diagnostiziert wurde nun, dass das hintere Kreuzband angerissen und das vordere stark gezerrt ist. Die Saison ist für den Keeper damit vorbei. Um in der Rückrunde einen vernünftigen Trainingsbetrieb gewährlisten zu können, hat sich Torwart-Routinier Ingo Deterts vom SC Dunum bereit erklärt, zweimal die Woche beim TuS mitzutrainieren. „Zwei Keeper beim Training sind viel wert“, sagt Backhaus. Stammkeeper beim TuS ist Jannes Havemann.

So sehen die Ziele aus

Der Landesliga-Aufsteiger hat den Klassenverbleib noch nicht aus den Augen verloren. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf die rettende Zone. „Wir müssen acht Spiele gewinnen und zwei, drei Unentschieden holen. Dann haben wir mehr als 40 Punkte, das sollte reichen“, rechnet Trainer Backhaus vor.

Nach seiner Wahrnehmung hat seine Mannschaft in der Hinrunde zu oft unentschieden gespielt (sechsmal), dabei sei oft auch ein Sieg möglich gewesen. „Es hat oft an der Chancenauswertung gehapert. Die muss besser werden.“

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