Hobbyköchin verrät Details  Filsumerin gewinnt ZDF-„Küchenschlacht“ – so lief der Dreh ab

| | 26.01.2024 12:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Anneke Bohlen posiert in ihrer Gewinner-Schürze mit den Unterschriften aller Juroren und dem Moderator Nelson Müller. Foto: Ortgies
Anneke Bohlen posiert in ihrer Gewinner-Schürze mit den Unterschriften aller Juroren und dem Moderator Nelson Müller. Foto: Ortgies
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Die Filsumerin Anneke Bohlen hat in der vergangenen Woche die ZDF-Kochshow „Küchenschlacht“ gewonnen. Wir haben der Hobbyköchin in ihrer Heimküche einen Besuch abgestattet.

Filsum - Wie diese Zeitung kürzlich berichtete, konnte sich Anneke Bohlen aus Filsum in der vergangenen Woche in der ZDF-Sendung „Küchenschlacht“ gegen ihre Mitstreiterin Lisa Müller aus Rheinland-Pfalz durchsetzen. Neben allgemeinem Glanz und Gloria erkochte sich die 36-Jährige damit auch die goldene Gewinner-Schürze. Bei einer Tasse Tee in ihrer Heimküche berichtet sie, wie sie es auf die Spitze des Treppchens und damit auch in die erste Championsweek des Jahres geschafft hat.

Kulinarische Höchstleistungen trotz Herzklopfen

Anneke Bohlen verfolgt die „Küchenschlacht“ schon lange als Zuschauerin. „Mein Sohn Henry ist jetzt sieben Jahre alt. So lange gucke ich die Sendung schon. Einmal meinte er dann zu mir: ‚Mama, mach du da doch mit!‘“

Nach ihrer Bewerbung im Mai 2023 sei sie dann im November 2023 für die Sendungsaufzeichnung nach Hamburg gefahren. „Ich hatte so Bammel. Ich war in meinem ganzen Leben noch nie so aufgeregt“, berichtet die Grundschullehrerin. Die scheinbar locker wirkenden Mitstreiter, die sie beim Transfer vom Hotel zum Studio kennenlernte, hätten die Situation nicht unbedingt besser gemacht.

Geheimwaffe Prosecco

Diese Aufregung teilte auch Anneke Bohlens Mitfinalistin Lisa Müller. „Vor den Shows haben wir immer einen Prosecco getrunken, das ist zu unserem Ritual geworden“, berichtet Bohlen lachend. Generell sei zu Müller während der Sendungsaufzeichnung eine besondere Freundschaft entstanden. Von ihr hat die Filsumerin für die Championsweek unter anderem eine Kochzange geschenkt bekommen, die dort auch zum Einsatz gekommen sei.

Mit den anderen vier Kandidaten habe man sich ebenfalls gut verstanden – die Gruppe plane bereits ein erstes Nachtreffen. Nach dem Ausscheiden durften die Kandidaten der ZDF-Show weiter als Zuschauer beiwohnen und mitfiebern. Da das Jahresfinale zeitgleich gefilmt wurde, habe die Gruppe den Wettstreit der „Küchenschlacht“-Elite gemeinsam hinter den Kulissen verfolgt, so Bohlen.

Auch unter Stress verging Anneke Bohlen nie das Lachen. Foto: Markus Hertrich/ZDF
Auch unter Stress verging Anneke Bohlen nie das Lachen. Foto: Markus Hertrich/ZDF

Kochen unter Zeitdruck

Die Dreharbeiten der „Küchenschlacht“ verteilen sich auf drei Tage, dabei werden pro Drehtag zwei Shows aufgezeichnet. Bevor es an den Herd geht, gibt es viel zu erledigen – Interviews, die Kontrolle der Zutaten, außerdem Kostüm und Maske. Die Kandidaten müssen dafür unterschiedliche Outfits mitnehmen, die dann bei Bedarf von einer Kostümdesignerin angepasst werden. Vom Make-up hat Bohlen noch leicht allergische Reaktionen: „Privat schminke ich mich gar nicht. In der Maske haben sie mir dann aber ganz schön viele Schichten aufgetragen.“

In der Show selbst läuft auch nicht immer alles glatt. „Einmal hat mir ein Kameramann mit seinem Teleskopstab die Brühe vom Tisch gehauen“, erzählt Anneke Bohlen. Da die Gerichte außerdem innerhalb von 35 Minuten fertiggestellt werden müssen, herrscht ein enormer Zeitdruck. Dafür hat die Filsumerin aber einen Trick: „Ich benutze für meine Teige zum Beispiel immer heißes Wasser, dann kann das Mehl schneller arbeiten.“ Teig sei auch in der Championsweek ein großes Thema gewesen, verrät sie.

Die Liebsten stärken den Rücken

Von ihrer Familie hat die gebürtige Auricherin viel Unterstützung erfahren. Sie feuerte Anneke Bohlen live in der Sendung an und schmiss nach ihrer Rückkehr eine Überraschungsparty. Von ihrer Schwester, die hauptberuflich auf Borkum kocht, hat sich Bohlen einige Tipps geben lassen. „Bei meiner Vorspeise, dem Saiblingsfilet mit Limettenschaum, konnte sie mir sehr helfen und erklären, wie man den Schaum besonders gut hinbekommt. Aber meistens war sie eher mein Motivationsschub. Sie hat mir ständig gesagt, dass ich gut genug bin und das schaffen kann.“

Bringt das Schweinchen von ihrer Mutter Anneke Bohlen in der Championsweek Glück? Foto: Ortgies
Bringt das Schweinchen von ihrer Mutter Anneke Bohlen in der Championsweek Glück? Foto: Ortgies

Mit dieser Meinung war Bohlens Schwester offenbar nicht allein – ganz Filsum habe gespannt vor dem Fernseher gesessen. „Ich habe Videos von Kindern bekommen, die vor Freude hüpfen“, erzählt Anneke Bohlen, selbst zweifache Mutter.

Wie geht es weiter?

Die erste „Küchenschlacht“-Championsweek des Jahres wurde bereits vergangene Woche aufgezeichnet. Anneke Bohlen durfte dort unter anderem Grünkohl und Pinkel zubereiten, jedoch auf eine etwas unkonventionelle Weise, wie sie verrät. Den Pinkel habe sie in Absprache mit den Sendungsverantwortlichen aus der ostfriesischen Heimat mitgebracht. „Die waren sehr dankbar dafür, diese Sorte ist in Hamburg wohl schwer zu bekommen.“

Bei der Aufzeichnung hatte Bohlen mit ihren drei Schwestern wieder ausreichend Unterstützung im Gepäck. Als Glücksbringer hat sie von ihrer Mutter außerdem ein Plüschschwein geschenkt bekommen. Ob dieses seinen Zweck erfüllt und die ostfriesische Erfolgsgeschichte damit weitergeht, erfahren wir Ende Februar, denn dann wird die Championsweek im ZDF ausgestrahlt. Egal, wie es ausgeht: Für Anneke Bohlens Familie ist sie schon jetzt die „Gewinnerin der Herzen“.

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