Demo in Esens  „Remigrations“-Pläne treiben Schüler auf die Straße

| | 28.01.2024 09:55 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
„Hass ist keine Alternative“ steht auf einem Plakat, das bei einer Demo gegen Rechtsextremismus in Greifswald hochgehalten wird. Das Foto entstand am 22. Januar. Foto: Sauer/dpa
„Hass ist keine Alternative“ steht auf einem Plakat, das bei einer Demo gegen Rechtsextremismus in Greifswald hochgehalten wird. Das Foto entstand am 22. Januar. Foto: Sauer/dpa
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Den Protesten gegen Rechtsextremismus schließen sich auch Schüler an. Die Initiative geht vom Internatsgymnasium Esens aus. Auslöser auch hier: Die Remigrations-Pläne bei einem Treffen in Potsdam.

Esens - Am frühen Montagabend (29. Januar 2024) wird voraussichtlich ein längerer Protestzug durch Esens ziehen, vom Internatsgymnasium über den Schützenplatz bis zum Marktplatz in der Stadtmitte. „Demo für Demokratie“ lautet die Veranstaltung und Initiatorin ist die Schülervertretung des Internatsgymnasiums. Auch andere Schüler werden dabei sein, wie es in einer Mitteilung zu der Veranstaltung heißt.

Auf dem Weg zum Marktplatz sollen sich demnach Schüler aller Esenser Schulen und auch der Berufsbildenden Schulen in Wittmund anschließen. Auf dem Marktplatz selbst wollen die Schüler bei einer Kundgebung ab 18 Uhr sprechen. Unterstützt werden sie von einem Bündnis zahlreicher Parteien, Vereine und Verbände.

Auslöser

Im Aufruf zur Demo heißt es unter anderem: „Die Deportations- und Umsturzpläne einer rechtsextremen Partei, Identitärer und Mitglieder der Werteunion sind einfach ekelerregend.“ Die Schüler wollen sich mit ihrem Demonstrationszug den bundesweiten Protesten gegen Rechtsextremismus anschließen. Auslöser der Demonstrationen ist ein Bericht des Recherchezentrums Correctiv über ein bis dahin nicht bekanntes Treffen Ende November in Potsdam.

An dem Treffen hatten demnach mehrere AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion teilgenommen. Der frühere Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, hatte dort nach eigenen Angaben über „Remigration“ gesprochen. Wenn Rechtsextremisten diesen Begriff verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll – auch unter Zwang.

Zu den Unterstützern der Schülerdemo gehört auch der Wittmunder Kreisverband der Grünen, zu dem Eberhard Hoffmann gehört. Seine Motivation: „Es muss jetzt in der Gesellschaft wirklich alles passieren, damit die Brandmauer gegen Rechtsextremismus auch stehen bleibt“. Jede Art von Kooperation mit der AfD müsse ausgeschlossen werden.

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