Leer Brücken bauen statt Gräben vertiefen

| 01.02.2024 11:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bei einer Weltgebetstagswerkstatt in der Leeraner Baptistenkirche ließen sich 50 Teilnehmerinnen Anregungen für die ökumenischen Gottesdienste am 1. März geben. Nachdenkliche Gesichter gab es beim Bericht über die Situation im Nahen Osten. Foto: Dübbel
Bei einer Weltgebetstagswerkstatt in der Leeraner Baptistenkirche ließen sich 50 Teilnehmerinnen Anregungen für die ökumenischen Gottesdienste am 1. März geben. Nachdenkliche Gesichter gab es beim Bericht über die Situation im Nahen Osten. Foto: Dübbel
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Der Ordnung zu den Weltgebetsgottesdiensten am 1. März stammt diesmal von Christinnen aus Palästina. Das Vorbereitungsteam erläuterte in der Baptistenkirche in Leer, warum.

Leer / DÜB – „Wir wollen Gräben nicht vertiefen, sondern Brücken bauen.“ Das sagte zu Beginn der Weltgebetstagswerkstatt in der Baptistenkirche in Leer Susanne Kretzschmar im Namen der ökumenischen Vorbereitungsgruppe. In diesem Jahr stammt die Ordnung zu den Weltgebetstags-Gottesdiensten am 1. März von christlichen Frauen aus Palästina. Der Terroranschlag auf Israel habe dem Weltgebetstag (WGT) einen besonderen Hintergrund gegeben, erklärte Kretzschmar.

Für Versöhnung und Frieden beten

Christliche Frauen aus den Palästinenser-Gebieten hätten lange vorher die Gottesdienstordnung verfasst. Das Vorbereitungsteam verurteile den Überfall der Hamas, wolle aber den palästinensischen Christinnen eine Stimme geben und mit Vorurteilen aufräumen. Es sei wichtig, für Versöhnung und Frieden zu beten.

Infos über Entwicklung im Heiligen Land

„Durch den Terrorangriff der Hamas haben sich der Bezugsrahmen und die Deutungsmöglichkeiten zum Thema Israel-Palästina in Deutschland so verschoben, dass die Liturgie eine Einordnung und Einbettung in die aktuellen Kontexte brauchte.“ So steht es in der überarbeiteten Gottesdienstordnung. Auch das ursprüngliche Titelbild werde nicht mehr verwendet, weil man Vorwürfe gegen die Künstlerin, Hamas-freundlich zu sein, nicht habe ausräumen können, heißt es dort.

Wegen der besonderen Umstände habe sich auch die Leeraner Vorbereitungsgruppe dafür entschieden, der Geschichte einen relativ weiten Raum zu bieten, sagte Susanne Kretzschmar. Und so erhielten die rund 50 Teilnehmerinnen viele Informationen über die Entwicklung im Heiligen Land.

Thema: „durch das Band des Friedens“

Diese und viele Anregungen für die Gestaltung der Gottesdienste am 1. März konnten die Frauen in ihre Gemeinden in Leer und Umgebung mitnehmen. Das Thema lautet „ …durch das Band des Friedens“. Es stammt aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Ephesus. Es gab ein Beispiel dafür, wie eine dazu gestaltete Mitte aussehen könnte.

Lieder für die Weltgebetstags-Gottesdienste übten die Teilnehmerinnen unter Leitung von Christa Pollmann-Busch ein.

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