Hamburg  Bericht über neue Steuer auf Fleisch: Özdemir macht Vorschläge für „Tierwohlcent“

Mark Otten
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Von Mark Otten
| 07.02.2024 07:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Lebensmittel-Steuer Foto: Armin Weigel/dpa
Lebensmittel-Steuer Foto: Armin Weigel/dpa
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Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir plant mit dem „Tierwohlcent“ eine neue Verbrauchsteuer auf Fleisch und Fleischprodukte. Wofür die Gelder laut einem Medienbericht gedacht sind – und welche Preiserhöhungen der Minister bisher anpeilt.

Durch eine neue Steuer auf Fleischprodukte – dem sogenannten „Tierwohlcent“ – will Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) Maßnahmen für bessere Tierhaltung finanzieren. Das geht laut einem Bericht der „Bild“ und „Table Media“ aus einem neuen Eckpunkte-Papier aus dem Ministerium hervor.

Demnach soll die zusätzliche Steuer auf „Fleisch, Fleischerzeugnisse und genießbare Schlachtnebenerzeugnisse“, sowie auf „Verarbeitungsprodukte mit einem bestimmten Anteil von Fleisch, Fleischerzeugnissen oder genießbaren Schlachtnebenerzeugnissen“ erhoben werden. Auch importierte Fleischprodukte sollen besteuert werden. Geplant ist ein Preisaufschlag pro Kilogramm verkauften Fleischs. Die genaue Höhe müsse noch festgelegt werden.

Özdemir habe seine Vorschläge an die Fraktionen der Ampel-Regierung gesendet. Der Grünen-Minister hatte sich in der Vergangenheit mehrfach für eine solche Abgabe eingesetzt. Dabei hatte er stets betont, dass die zusätzlichen Kosten für Verbraucher nur wenige Cent pro Kilo betragen würden.

Finanzminister Christian Lindner (FDP) hatte Steuererhöhungen bisher kategorisch ausgeschlossen. Doch FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hatte sich jüngst offen für eine Tierwohlabgabe gezeigt.

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