Hannover  Kinderschutzbund fordert Cannabis-Abgabe über Apotheken

Lars Laue
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Von Lars Laue
| 08.02.2024 01:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Die geplante Cannabis-Legalisierung stößt beim Kinderschutzbund in Niedersachsen auf Kritik. Foto: Hannes P. Albert/dpa
Die geplante Cannabis-Legalisierung stößt beim Kinderschutzbund in Niedersachsen auf Kritik. Foto: Hannes P. Albert/dpa
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Ab dem 1. April sollen der Eigenanbau und der Besitz von Cannabis für Erwachsene erlaubt sein. Der Kinderschutzbund in Niedersachsen ist für eine kontrollierte Abgabe.

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) Niedersachsen blickt sorgenvoll auf die geplante Freigabe von Cannabis und fordert eine ausschließlich kontrollierte Abgabe beispielsweise über Apotheken. Dadurch könne sichergestellt werden, dass „tatsächlich nur Volljährige Zugang erlangen“. Auch lasse sich die Abgabe von gesetzlichen Höchstmengen auf diesem Weg besser sicherstellen.

„Eine Legalisierung schafft schwer zu kontrollierende Bedingungen in Bezug auf Altersbeschränkungen und Mengenbegrenzungen“, mahnt DKSB-Landesvorsitzende Daniela Rump gegenüber unserer Redaktion und fügt hinzu: „Es ist unumgänglich, ein besonderes Augenmerk auf den Kinder- und Jugendschutz sowie auf die Prävention zu lenken.“ Heranwachsende müssten „noch besser geschützt werden“.

Eventuelle Verunreinigungen könnten bei einer kontrollierten Abgabe ebenfalls leichter verhindert werden und geschulte Fachkräfte könnten direkt am Verkaufsort Aufklärung und Prävention betreiben, heißt es vom DKSB.

Eigenanbau und Besitz bestimmter Mengen der Droge sollen für Volljährige ab dem 1. April 2024 erlaubt sein. Zum 1. Juli sollen Clubs für den gemeinsamen Anbau ermöglicht werden.

Im Fall von Verstößen gegen den Kinder- und Jugendschutz bei der kontrollierten Cannabis-Abgabe fordert der Landes-Kinderschutzbund verstärkte Konsequenzen.

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