Osnabrück Roncalli-Star und Hochseilartist Freddy Nock ist tot – Nun äußert sich der Zirkus
Der Schweizer Hochseilartist Freddy Nock ist tot. Beim Roncalli Weihnachtscircus 2023 in Osnabrück hatte er das Publikum noch mit einer waghalsigen Show gefesselt. Kollegen verabschieden sich mit Posts auf Social Media – und nun meldet sich auch Circus Roncalli mit einem Statement zu Wort.
Die Schweizer Tageszeitung „Blick“ vermeldete am Donnerstagmittag den Tod Freddy Nocks. Eine Roncalli-Sprecherin bestätigte unserer Redaktion die Meldung am Nachmittag. „Die traurige Nachricht“ habe Roncalli „sehr plötzlich“ erreicht.
Freddy Nock war Star und Publikumsliebling beim Roncalli Weihnachtscircus 2023 in Osnabrück, der bis Anfang Januar gastiert hatte. Seine waghalsigen Darbietungen auf dem Hochseil und im Todesrad zählten zu den spektakulärsten Auftritten, die hier jemals im Weihnachtscircus zu sehen waren.
Laut „Blick“ hatte es am Mittwoch einen Polizeieinsatz in Nocks Wohnort Uerkheim gegeben. Die Todesursache sei „Gegenstand von Ermittlungen“, hieß es. Die Polizei gehe jedoch nicht von einem Delikt aus.
Als Kind einer Schweizer Artistenfamilie wurde Freddy Nock der Seiltanz in die Wiege gelegt. Als erwachsener Artist stellte er zahlreiche Rekorde auf. Besonders seine spektakulären Läufe vor atemberaubenden Naturkulissen machten ihn über die Zirkuswelt hinaus bekannt.
Nock überquerte den Zürichsee auf einem Drahtseil. Die Zugspitze erklomm er auf einem Tragseil der Gletscherbahn. Das Guinness Buch der Rekorde weist den Schweizer als mehrfachen Weltrekordhalter in Hochseil-Disziplinen aus. 1994 wurde er als Teil der Gruppe „White Angels“ beim Internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo mit dem Silbernen Clown ausgezeichnet.
2019 machte Nock mit gerichtlichen Auseinandersetzungen Schlagzeilen. Vom Vorwurf der versuchten vorsätzlichen Tötung seiner damaligen Ehefrau wurde er freigesprochen. Im Gespräch mit unserer Redaktion hatte der Schweizer im Dezember angekündigt, als Hochseilkünstler noch lange nicht am Ende seiner Laufbahn angelangt zu sein. Es steckten weitere Rekorde in ihm.
„Du bist mein Idol, du bist meine Welt“, schreibt Mica Mijiddorj über einem Foto auf Facebook, das Freddy Nock auf dem Todesrad zeigt. Der mongolische Artist Mijiddorj trat als Show-Partner von Freddy Nock auf dem Hochseil und im Todesrad auf.
„Ruhe in Frieden. Unsere Roncalli-Familie ist zutiefst traurig über diese Nachricht“, schreibt der spanische Diabolo-Artist Elan Espana auf seinem Instagram-Profil. „Mach‘s gut, mein Freund“, postet ein Roncalli-Kollege mit einem Schwarz-Weiß-Foto von Freddy Nock.
Der Schweizer Ausnahmeartist Nock starb mit 59 Jahren.