9:0 gegen Bezirksligist Langen  Gierige Germanen brillieren im Test – Profi Gaiu überragt

| | 15.02.2024 12:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Während Leers Angreifer Piotr Gherman gegen Langen torlos blieb, gelangen Alizade Carmanov nach seiner Einwechslung zwei Treffer. Archivfoto: Doden, Emden
Während Leers Angreifer Piotr Gherman gegen Langen torlos blieb, gelangen Alizade Carmanov nach seiner Einwechslung zwei Treffer. Archivfoto: Doden, Emden
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Das war eine deutliche Ansage von Germania Leer trotz einer frühen Schwächephase. Selbst der gegnerische Teammanager war beeindruckt – und ist sich einer Sache sicher.

Lathen - Am Ende ist sogar ein zweistelliger Sieg von Germania Leer im Fußball-Testspiel gegen den SV Langen möglich gewesen. Doch es blieb am Mittwochabend auf dem Kunstrasenplatz in Lathen letztendlich beim 9:0 für das Top-Team der Bezirksliga Weser-Ems I gegen den Tabellensiebten der Bezirksliga Weser-Ems III. Zur Halbzeit stand es bereits 5:0.

Spieldaten

Tore: 0:1 Gliga (7.), 0:2 O. Janssen (23.), 0:3 Gaiu (26.), 0:4 Carmanov (35.), 0:5 Martian (37.), 0:6 Murovanii (50.), 0:7 Graur (75.), 0:8 Murovanii (79.), 0:9 Carmanov (88.).

„Das Ergebnis geht hinten heraus in der Höhe auch in Ordnung“, sagt Langens Teammanager Stefan Kohne. „Es hätte aber auch anders laufen können, wenn wir unsere dicken Chancen in den ersten 20 Minuten genutzt hätten.“ Was Leer dann ab dem 2:0 durch Ole Janssen in der 23. Minute zeigte, habe den Langener Teammanager „sehr beeindruckt“, wie er sagt. „Die haben unglaublich giftig bis zum Ende weitergespielt, das mannschaftlich geschlossene Pressing hat funktioniert. Von der individuellen Qualität, die die haben, mal ganz abgesehen.“ Kohne sei sich sicher, dass „der ein oder andere Leeraner Spieler nicht mehr lange in dieser, sondern in einer höheren Liga spielt“.

U21-Nationalspieler erhalten Sonderlob

Auch Leers Coach Erhan Colak war nach dem Kantersieg voll des Lobes für seine Mannschaft. „Es war – nach der Schwächephase zu Beginn – unser bestes Spiel in dieser Vorbereitung. Wir waren sehr zielstrebig und effektiv“, sagt Colak. Vor allem zwei Spieler, die in der Hinrunde noch nicht im Leeraner Kader standen, brachten ihn ins Schwärmen: Egor Cesnocov und Valeriu Gaiu, der erneut als Testspieler auflief. Cesnocov – ein 22-jähriger, defensiver Mittelfeldspieler – stieß im November schon zu den Leeranern dazu und ist seit diesem Jahr spielberechtigt. Zuvor kickte er für den russischen Klub Elektron Velikiy Novgorod.

„Ich habe selten einen so effektiven Spieler auf seiner Position gesehen wie Egor. Er kommt mit so wenigen Kontakten aus und trifft zu 90 Prozent immer die richtige Entscheidung“, so Colak. Er hofft nun, dass sich auch Valeriu Gaiu für einen Wechsel zu Germania Leer entscheidet. Gaiu, der ebenso wie Cesnocov ein ehemaliger U21-Nationalspieler Moldawiens ist, steht aktuell noch beim moldawischen Topklub FC Sheriff unter Vertrag.

Valeriu Gaiu muss sich entscheiden

„Valeriu wäre noch einmal eine unglaubliche Verstärkung für uns. Gegen Langen hat er ein enormes Pensum abgespult, ein Traumtor erzielt und drei weitere Treffer vorbereitet – und das als Rechtsverteidiger“, sagt Colak. „Der Ball liegt nun bei ihm. Er muss wissen, ob er sich für das Leben hier mit einer normalen Arbeit und dem Fußball entscheidet oder er wieder zurück in die Heimat will.“ Sollte sich der 22-Jährige für eine Zukunft in Deutschland entscheiden, müsste er sich mit dem FC Sheriff auf eine Vertragsauflösung einigen. Er müsste reamateurisiert werden, um für Leer eine Spielberechtigung zu erhalten.

Auch Langens Teammanager ist Gaiu aufgefallen. „Seine Klasse war nicht zu übersehen, ebenso nicht sein Offensivdrang. Aber der geht auch zu Lasten der Defensivarbeit. Unsere Chancen zu Spielbeginn haben wir uns über seine Seite erspielt“, sagt Stefan Kohne.

Ob Gaiu nun Germane wird oder nicht: „Wir haben mittlerweile einen auch in der Breite sehr guten Kader. Der Konkurrenzkampf ist hoch“, sagt Trainer Colak. „Jetzt stehen vor dem Ligastart gegen Holtland noch zwei Testspiele gegen starke Gegner an, in denen sich die Jungs empfehlen können.“ Am Sonntag gastiert Leer bei Frisia Wilhelmshaven (2. der Bezirksliga Weser-Ems II), am Sonntag darauf testet Germania gegen den Ersten der Bezirksliga Weser-Ems III, den SV Eintracht Nordhorn.

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