Senioren-WG in Greetsiel  „Up Visite“ ist insolvent – so geht es für die Bewohner weiter

Lotta Groenendaal
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Von Lotta Groenendaal
| 20.02.2024 16:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der ambulante Pflegedienst „Up Visite“ betreibt auch eine Senioren-Wohngemeinschaft in Greetsiel. Foto: Wagenaar
Der ambulante Pflegedienst „Up Visite“ betreibt auch eine Senioren-Wohngemeinschaft in Greetsiel. Foto: Wagenaar
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Am Freitag wurde am Amtsgericht Aurich das Insolvenzverfahren über die Greetsieler Senioreneinrichtung „Up Visite“ eröffnet. Für den ambulanten Pflegedienst gibt es nun mehrere Möglichkeiten.

Greetsiel - Der ambulante Pflegedienst „Up Visite“, zu dem auch die gleichnamige Senioreneinrichtung in Greetsiel gehört, ist insolvent. Ein entsprechendes Verfahren ist am Freitag, 16. Februar 2024, am Amtsgericht in Aurich eröffnet worden. Nun steht die Frage, wie es für die Bewohner sowie Kunden des Pflegedienstes weitergeht. Nun gibt es erste Antworten.

Bewohner bereits informiert

Dr. Christian Kaufmann, der als Insolvenzverwalter dieses Verfahrens in Erscheinung tritt, hat auf Nachfrage der Redaktion bestätigt, dass der Pflegedienst vorläufig seinen Betrieb weiter fortführen wird. Das gelte sowohl für die ambulante Pflege, die durch „Up Visite“ angeboten wird, als auch für die Wohngemeinschaft an der Inselstraße. Die Bewohner der Wohngemeinschaft und Kunden des Pflegedienstes seien bereits informiert worden.

Eigensanierung oder Investorenlösung

Wie es grundsätzlich um die Zukunft des insolventen Unternehmens bestellt ist, sei zu diesem frühen Zeitpunkt noch schwer einzuschätzen, so der Insolvenzverwalter. Laut Kaufmann gibt es zwei verschiedene Optionen: Es lägen sowohl eine Eigensanierung als auch eine Investorenlösung auf dem Tisch.

Bei einer Eigensanierung würde die Einrichtung weiterhin im Besitz der jetzigen Inhaber bleiben. Mithilfe eines Insolvenzplans, welcher verschiedene Maßnahmen und Regelungen enthält, würde der Inhaber das Unternehmen unter Eigenverwaltung weiterführen, um so den Erhalt des Betriebes zu ermöglichen.

Bei der Investorenlösung, welche auch eine mögliche Option für das insolvente „Up Visite“ darstellt, würden mögliche Investoren für den Pflegedienst gesucht werden. Durch die finanzielle Beteiligung Dritter könnte also eine Insolvenz der Einrichtung behoben werden.

Letzte verbliebene Senioreneinrichtung in Greetsiel

Welche dieser Lösungen für den insolventen Pflegedienst in Frage kommt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Das Unternehmen selbst hat angekündigt, im Laufe dieser Woche zu den Entwicklungen Stellung zu nehmen.

In Greetsiel ist die Senioren-Wohngemeinschaft „Up Visite“ die letzte verbliebene Senioreneinrichtung im Ort. Das „Seniorenhuus“ sollte ursprünglich saniert werden, wurde dann aber komplett als Senioreneinrichtung aufgegeben. Der Investor plant dort Ferienwohnungen. Dagegen regte sich Widerstand.

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