Gastronomie in Emden  Jetzt ist klar, wann die Hafenbar eröffnet – und wie sie wird

| | 22.02.2024 14:55 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Die Kopfimmobilie am Schweckendieckplatz wurde aufwendig saniert. 2022 zog das Café Baum unten ein. Doch es blieb nicht einmal drei Monate. Jetzt kommt die Hafenbar. Foto: J. Doden/Archiv
Die Kopfimmobilie am Schweckendieckplatz wurde aufwendig saniert. 2022 zog das Café Baum unten ein. Doch es blieb nicht einmal drei Monate. Jetzt kommt die Hafenbar. Foto: J. Doden/Archiv
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Seit rund einem halben Jahr arbeiten die neuen Betreiber daran, das ehemalige Café Baum in Emden in eine Hafenbar umzuwandeln. Jetzt sind sie fast fertig. Wir durften uns drinnen umsehen.

Emden - Die Arbeiten an der neuen Emder Hafenbar sind auf der Zielgeraden. Die Bar in der aufwendig sanierten Kopfimmobilie am Schweckendieckplatz soll am Samstag, 2. März 2024, eröffnen. Das teilten Jan Flörcken als Geschäftsführer und Patrick Wieferig als Betriebsleiter in einem Pressegespräch vor Ort am Donnerstag, 22. Februar 2024, mit.

Jan Flörcken (rechts) und Patrick Wieferig wagen sich gemeinsam an die Hafenbar. Foto: Patricia Bakker Photography
Jan Flörcken (rechts) und Patrick Wieferig wagen sich gemeinsam an die Hafenbar. Foto: Patricia Bakker Photography

Die Eröffnung soll nicht steif oder nur für geladene Gäste sein. „Alle sind willkommen“, sagt Flörcken. Um 18 Uhr soll es losgehen. Nach dem Eröffnungstag soll die Hafenbar sieben Tage die Woche garantiert in der Zeit von 15.30 Uhr bis Mitternacht Gäste empfangen. Die Schließzeit könnte sich bei Bedarf auch weiter nach hinten verschieben.

Was wird den Gästen geboten?

Jan Flörcken beschreibt das Konzept als „klassische Bar“. Es soll internationale Drinks geben - mal klassisch, mal ausgefallen. Gute Weine und Schaumweine sollen auf der Karte stehen. Und natürlich Bier. Ein bisschen wolle man damit auch die Erinnerung an die kultige Haifischbar, die lange in dem Gebäude untergebracht war, wecken. Kleine Speisen sind auch geplant. Was genau, soll aber noch ein Geheimnis bleiben, so Flörcken.

Geplant seien Tastings etwa von Wein, Gin, Whiskey und Rum. Man sei „total offen“ für musikalische und andere künstlerische Events. Die Bar soll „offen und bunt“ sein. Der Wunsch sei, dass sich die Hafenbar zur Viertel-Kneipe entwickelt. Als Bindeglied zwischen Port Arthur/Transvaal, dem Behördenviertel, dem Delft und der Innenstadt.

Wie sieht es jetzt aus?

Im Innenraum werden Sitzmöglichkeiten auf verschiedenen Ebenen angeboten. So ist ein Podest vor zwei der großen Rundbogen-Fenster aufgebaut, Stehtische finden sich im Eingangsbereich und die lange Sitzbank des Café-Vorgängers hat einen neuen Bezug erhalten. Auch hier will Flörcken noch etwas die Spannung aufrechterhalten und bat darum, im Innenbereich keine Fotos zu machen.

Draußen soll die Holzterrasse direkt am Gebäude noch zum Bedienungsbereich gehören. Neu ist: Ein Biergarten mit Selbstbedienung an einer Ausgabestelle soll ein Stück entfernt auf dem gepflasterten Vorplatz entstehen. Schon jetzt markieren zwei lange Bänke mit Pflanzkästen den Bereich des geplanten Biergartens. Der Außenbereich werde aber wohl erst ab Mai genutzt werden, so Flörcken.

In dem Abschnitt, der von den zwei langen Bänken eingegrenzt wird, soll der Biergarten entstehen. Foto: Hanssen
In dem Abschnitt, der von den zwei langen Bänken eingegrenzt wird, soll der Biergarten entstehen. Foto: Hanssen

Wie genau der Biergarten gestaltet wird, müsse unter anderem auch noch mit Straßenbau- und Denkmal-Behörde geklärt werden. Der Blick aufs Einzeldenkmal, also die Kopfimmobilie, dürfe nicht versperrt werden. „Wir werden den Biergarten also nicht voll abschotten“, sagt er. Ein Windschutz soll aber kommen. Eine „lichte Gemütlichkeit“ mit Pflanzen und anderen Elementen ist geplant. Im Biergarten sollen Gäste ihr mitgebrachtes Essen verspeisen dürfen. Die Getränke werden aber bei der Hafenbar gekauft.

Wie ist die Personallage?

Die Gastronomie deutschlandweit kämpft mit Personalproblemen. Bei der Mitarbeitersuche für die Hafenbar sei er aber überrascht gewesen, wie gut das klappte, sagt Jan Flörcken. Er habe nur über das Internetportal Kleinanzeigen gesucht und Handzettel verteilt. Die festangestellte stellvertretende Betriebsleiterin sei schnell gefunden gewesen.

Von zwölf Bewerbungen auf Aushilfsstellen habe er fünf Personen gefunden, die in der Bar starten werden. Es seien einige mit gastronomischer Vorerfahrung, andere auch fachfremd. „So hatten wir ja auch inseriert“, sagt er. Ab Montag soll schon mal etwas „trocken gearbeitet“ werden.

Wie kam Flörcken auf Emden?

Jan Flörcken ist Geschäftsführer der Erlebnisteam Schliersee GmbH. Schliersee ist ein Ort in der Nähe der bayerischen Voralpen, also nicht direkt in Emder Nachbarschaft. Wie ist er auf die Seehafenstadt gestoßen? „Ich bin Norddeutscher“, sagt er. Ostfriesland kenne er gut durch Urlaube auf den Inseln, auch in Emden sei er schon öfter gewesen. Bei einem Besuch habe er Patrick Wieferig in einem anderen Restaurant kennengelernt und man habe schnell gemerkt, dass man zusammen eine Bar betreiben wolle.

„Mir war das wunderschöne Haus aufgefallen und ich habe mich gefragt, warum es leer steht“, erklärt Flörcken mit Blick auf die Kopfimmobilie am Schweckendieckplatz. Das war im Mai/Juni 2023 gewesen. Schon im Juli/August sei man mit der Gesellschaft für Wohnen und Bauen (Gewoba) als Eigentümerin überein gekommen und ab Oktober wurde mit der Umgestaltung der Räumlichkeiten begonnen.

„Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“, sagt der Unternehmer. Man sei „richtig gut im Plan“. Auch auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus der Emder Gastronomie freue er sich. Man wolle ein ergänzendes Teil des Ensembles in dem Bereich werden. Die Hoffnung ist, dass Gäste etwa im Restaurant Casto‘s speisen und danach noch einen Abstecher in die Hafenbar machen.

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